Altenburg. Der städtische Inselzoo konnte im Vorjahr in der Besuchergunst erneut zulegen. Die Oase im Herzen der Stadt meldet für 2005 die stolze Zahl von rund 67.000 Besuchern. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 wurden im Inselzoo 60.500 Besucher gezählt. Seit 2000, als am Jahresende noch 43.000 Besucher gemeldet wurden, ging es Jahr für Jahr bergauf. Die kontinuierlichen Investitionen der Stadt, die sich in den vergangenen sieben Jahren auf rund 500.000 Euro summieren, zahlen sich offenkundig aus. Unter anderem Dank der Eröffnung des Streichelgeheges (2001) und der Einweihung des Spielplatzes (2003) wurde der Zoobesuch vor allem für die Kinder erlebnisreich.
Die Attraktivität der Einrichtung ist freilich nicht der einzige Grund für den großen Zuspruch. Der nicht zu heiße Sommer führte dazu, dass viele, die bei Hitze ins Freibad gegangen wären, stattdessen den Weg in den Zoo gefunden haben. Dort gibt es zurzeit 101 Tierarten zu bestaunen, darunter sind Exoten wie Echsen, Schildkröten und Erdmännchen genauso wie einheimische Vierbeiner und Vögel. Insgesamt bevölkern aktuell 543 Tiere das idyllisch gelegene Eiland im Großen Teich.
Erhöht hat sich erfreulicherweise im Vorjahr auch die Zahl der Tierpatenschaften: Im Jahr 2005 wurden 55 Tierpatenschaften übernommen. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es 39. Die Bedeutung der Patenschaften beschränkt sich nicht nur auf den finanziellen Aspekt. Wichtig ist zudem: Durch die Übernahme von Tierpatenschaften wird die Identifikation der Bürger mit dem Inselzoo weiter gestärkt.
Das wichtigste Vorhaben in 2006 ist der Bau eines größeren Geheges für die Rhesusaffen Molly und Mingo. Eine neue Richtlinie der Europäischen Union schreibt diese Maßnahme vor. Die Planung ist abgeschlossen, die Kosten summieren sich voraussichtlich auf rund 70.000 Euro und übersteigen somit die finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Die Stadt hat deshalb beim Land Thüringen einen Förderantrag gestellt, um Gelder für das neue Gehege erhalten zu können.
gez. Bettels