Der DGB Kreisverband Altenburger Land reagiert mit großer Besorgnis auf die angekündigte Schließung des Kelvion‑Standorts in Nobitz bis Ende 2026. „Unsere Gedanken sind bei den Kolleginnen und Kollegen und ihren Familien“, erklärt Thomas Jäschke, Kreisvorsitzender, und fordert Respekt, Ehrlichkeit sowie faire Perspektiven für die Betroffenen.
Der Verband sieht die Schließung nicht nur als Unternehmensentscheidung, sondern als weiteren Rückschlag für den Industriestandort Altenburger Land. In den vergangenen Jahren habe die Region bereits mehrere Verluste industrieller Arbeitsplätze erlebt — etwa die Schließung der Kunststofftechnik Nobitz oder Einschnitte bei Neumayer Tekfor. Vor diesem Hintergrund warnt der DGB vor einer schleichenden Deindustrialisierung mit negativen Folgen für Zulieferer, Handwerk, Dienstleister, Vereine und die kommunale Entwicklung.
Besonders kritisch bewertet der DGB die Einschätzung der IG Metall, wonach ein wirtschaftlich arbeitender Standort aufgegeben werden soll. Der Verband fordert transparente Antworten zur geplanten Verlagerung und unterstützt die IG‑Metall‑Forderungen nach Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag, Transfermaßnahmen sowie wirksame Regelungen zur Abmilderung sozialer Härten.
„Wenn eine Schließung nicht verhindert werden kann, dann müssen die Folgen für die Beschäftigten so weit wie möglich abgefedert werden“, so Jäschke. Der DGB kündigt an, die Betriebsräte und Gewerkschaften vor Ort zu unterstützen und die weitere Entwicklung aufmerksam zu begleiten. Betriebsräten und Gewerkschaften komme in solchen Situationen eine zentrale Rolle zu: Sie geben den Beschäftigten eine Stimme, sorgen für Transparenz und kämpfen für faire Lösungen.
Abschließend betont Jäschke die Solidarität des DGB mit dem Betriebsrat, der IG Metall und der gesamten Belegschaft von Kelvion: „Die Beschäftigten von Kelvion können sich auf unsere Solidarität verlassen.“
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