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Modernisierte Herzmedizin: Klinikum Altenburger Land nimmt neues Herzkatheterlabor in Betrieb | Die Herzkatheteruntersuchung – durchgeführt von einem erfahrenen Team aus Kardiologen, Pflegekräften und medizinisch-technischen Angestellten.

Die Herzkatheteruntersuchung – durchgeführt von einem erfahrenen Team aus Kardiologen, Pflegekräften und medizinisch-technischen Angestellten. (Foto: Christine Helbig)

Modernisierte Herzmedizin: Klinikum Altenburger Land nimmt neues Herzkatheterlabor in Betrieb

Gesundheit Pressemitteilungen
04.05.2026, 13:19 Uhr
Von: Christine Helbig, Klinikum Altenburger Land
Neue Anlage löst bewährtes Herzkatheterlabor ab – Vorteile bei Bildgebung, Strahlenschutz und Behandlungsabläufen

Altenburg – Das Klinikum Altenburger Land (KAL) hat am vergangenen Donnerstag sein neues Herzkatheterlabor offiziell in Betrieb genommen. Es ersetzt das bisherige Labor, das über viele Jahre zuverlässig im Einsatz war. Mit der Erneuerung stellt das Klinikum die invasive kardiologische Versorgung in der Region auf eine zeitgemäße technische Grundlage.

Im Herzkatheterlabor werden unter anderem Erkrankungen der Herzkranzgefäße diagnostiziert und behandelt. Dazu gehören Untersuchungen bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Herzens sowie Eingriffe, bei denen verengte Gefäße mit einem Ballon erweitert oder mit einem Stent versorgt werden. Ebenso werden Eingriffe an undichten Herzklappen, Ablationsbehandlungen bei Vorhofflimmern, die Implantation von Okkludersystemen und Herzschrittmachern sowie die Absaugung großer Blutgerinnsel bei akuter Lungenembolie durchgeführt.

„Mit dem neuen Herzkatheterlabor investieren wir gezielt in die wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen“, sagt Geschäftsführerin Dr. Gundula Werner. „Die neue Technik stärkt einen wichtigen Bereich unseres Klinikums und schafft gute Voraussetzungen für eine moderne kardiologische Diagnostik und Therapie.“

Die neue Anlage vereint eine moderne, qualitativ hochwertige Bildgebung mit optimierten Möglichkeiten zur Reduzierung der Strahlenbelastung. Weitere Vorteile sind effizientere Arbeitsabläufe für das Behandlungsteam, unter anderem durch die Integration multimodaler Bildgebungsverfahren. Damit sind intravaskuläre Ultraschalluntersuchungen sowie die Kombination verschiedener Bildaufnahmen gemeint, sodass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte ein genaueres Gesamtbild erhalten.

Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies eine zeitgemäße Untersuchung und Behandlung mit hoher Präzision.

Johannes Wilde, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Internistische Intensivmedizin, erklärt: „Mit der neuen Anlage verfügen wir nun über Technik der aktuellen Generation. Sie erweitert unsere Möglichkeiten, Gefäßveränderungen sehr genau zu charakterisieren und Eingriffe sicher, schonend und zielgerichtet durchzuführen.“

Ein besonderer Vorteil liegt in der wohnortnahen Versorgung. Patientinnen und Patienten aus Altenburg und der Region können weiterhin auch bei komplexen Herzerkrankungen im KAL untersucht und behandelt werden. Dabei sind kurze Wege, klare Abläufe und eine gute Abstimmung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung wichtig.

Vor, während und nach dem Eingriff arbeiten Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie medizinisch-technisches Personal eng zusammen. Die Erfahrungen aus der gemeinsamen Arbeit im bisherigen Herzkatheterlabor fließen direkt in den Betrieb der neuen Anlage ein. Das Team wurde im Vorfeld umfassend auf die neue Technik vorbereitet.

Mit der Inbetriebnahme des neuen Herzkatheterlabors setzt das Klinikum Altenburger Land ein sichtbares Zeichen für die Weiterentwicklung der Herzmedizin am Standort. „Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen weiterhin kompetent, sicher und möglichst wohnortnah zu versorgen“, sagt Chefarzt Wilde. „Das neue Herzkatheterlabor ist dafür ein wichtiger Baustein.“

Hintergrund: Was passiert im Herzkatheterlabor? Im Herzkatheterlabor können Ärztinnen und Ärzte die Herzkranzgefäße mithilfe eines dünnen Katheters und moderner Röntgentechnik sichtbar machen. So lässt sich erkennen, ob Gefäße verengt oder verschlossen sind. Falls notwendig, können bestimmte Engstellen direkt behandelt werden, zum Beispiel durch eine Ballonerweiterung oder das Einsetzen eines Stents.

Häufige Gründe für eine Herzkatheteruntersuchung sind Brustschmerzen, auffällige Belastungsuntersuchungen, der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung oder akute Herzbeschwerden. Die Entscheidung für eine Herzkatheteruntersuchung erfolgt stets nach medizinischer Abwägung.
 

Dank der guten Vorbereitungen und eines eingespielten Teams, verlief der erste Eingriff mit der neuen Technik planmäßig. (Foto: Christine Helbig)

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