Der Maler Ernst Müller-Gräfe porträtierte zahlreiche Persönlichkeiten aus Altenburgs Gesellschaft, Kultur und Industrie. Mit diesem Teil seines Werks beschäftigt sich Vincent Rudolf am Mittwoch, 28. Oktober 2026, in einem Vortrag der Geschichts- und Altertumsforschenden Gesellschaft des Osterlandes. Beginn ist um 19 Uhr im Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg. Der Eintritt ist frei.
Müller-Gräfe (1879–1954) schuf unter anderem großflächige Wandmalereien im Lindenau-Museum und im Altenburger Krematorium. Seinen Lebensunterhalt bestritt er auch mit zahlreichen Porträtaufträgen, die ihn durch Deutschland führten. Eine besondere Bedeutung behielt jedoch seine Heimatstadt Altenburg: Die dort entstandenen Bildnisse zeigen Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens.
Der Vortrag trägt den Titel „Gesichter einer Stadt – Ernst Müller-Gräfe als Chronist und Porträtist Altenburgs“. Im Mittelpunkt stehen die Porträts als Charakterstudien und als Zeugnisse ihrer Zeit. Sie geben Einblicke in das Leben und Wirken der dargestellten Menschen zwischen 1920 und 1950. Dabei sollen auch die Schicksale sichtbar werden, die sich in den Bildnissen abzeichnen.
Vincent Rudolf ist Kustos am Lindenau-Museum Altenburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen die Biografie und das Werk Müller-Gräfes. Unter seiner wissenschaftlichen Betreuung entsteht derzeit ein umfangreicher Tagungsband über den Künstler. Zuvor arbeitete Rudolf unter anderem bei Sotheby’s in München und am Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen.
Termin: Mittwoch, 28. Oktober 2026, 19 Uhr
Ort: Bachsaal, Residenzschloss Altenburg
Eintritt: frei
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