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Waldflächen naturgemäß bewirtschaften | Thomas Neidhardt zeigt im Schmöllner Stadtwald eine junge Eibe am Stamm einer
alten Eiche als Beispiel natürlicher Verjüngung.

Thomas Neidhardt zeigt im Schmöllner Stadtwald eine junge Eibe am Stamm einer alten Eiche als Beispiel natürlicher Verjüngung. (Foto: Landratsamt Altenburger Land)

Waldflächen naturgemäß bewirtschaften

Pressemitteilungen
13.04.2024, 11:03 Uhr
Von: Jörg Reuter, Öffentlichkeitsarbeit Landratsamt Altenburger Land
Untere Naturschutzbehörde berät Stadt Schmölln bei Konzepterstellung für nachhaltige Nutzung

Schmölln. „Ich freue mich sehr über den Beschluss der Stadt Schmölln“, kommentiert die Leiterin des Fachdienstes Natur- und Umweltschutz des Landkreises Altenburger Land, Birgit Seiler. Die Stadtratsmitglieder stimmten in ihrer März-Sitzung mehrheitlich dafür, die rund 44 Hektar kommunalen Waldes zukünftig naturgemäß zu bewirtschaften.

Im Wege der Amtshilfe stand Seilers Fachdienst mehr als ein Jahr der Stadt beratend zur Seite. Aus dem Rathaus der Sprottestadt kam die Bitte um Unterstützung durch die untere Naturschutzbehörde. „Ganz einfach, weil in Schmölln wie in den meisten kommunalen Verwaltungen im Landkreis weder ausgebildete Forstfachleute beschäftigt werden können und meist auch nicht über die Vielzahl an Kontakten zu den Fachverwaltungen von Forst und Naturschutz verfügen“, so Seiler. Federführend kümmerte sich im Fachdienst Thomas Neidhardt, der selber studierter Forstwirt ist, um die Thematik.

In enger Zusammenarbeit mit Karsten Schröter, Leiter im Forstamt Weida, dem Schmöllner Revierförster Hans Peter Schenk und der Stadt Schmölln als Eigentümer, in deren Zuständigkeit die Waldbewirtschaftung fällt, konnte ein Konzept für eine nachhaltige Nutzung erarbeitet werden. Demnach soll unter anderem künftig eine ausgewogene Altersstruktur der Bäume gefördert und Totholz im Wald belassen werden, soweit die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt ist. Angestrebt wird ferner ein Hainbuchen-Eichen-Mischwald, der sich natürlich verjüngt und schonend genutzt wird.

„Ganz besonders engagiert hat sich der Technische Ausschuss der Stadt. Dem ist es zu verdanken, dass letztlich der Stadtratsbeschluss zustande kam“, betont Seiler. Sie würde sich nun aus Naturschutzsicht wünschen, dass alle Kommunen im Altenburger Land das Thema aufgreifen und sich für eine Waldbewirtschaftung mit hoher Naturnähe entscheiden. Seiler verweist dabei auf die gesammelten Erfahrungen, die die Kreisbehörde gern auch anderen zur Verfügung stellt. Gerade in einer waldarmen Gegend wie dem Landkreis seien solche Rückzugsinseln für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen von großer Bedeutung.

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