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Mehr Medienkompetenz für unseren Ministerpräsidenten | Grüne Jugend Thüringen - Landessprecherinnen Luisa Zinke / Sara Marie Schläger

Grüne Jugend Thüringen - Landessprecherinnen Luisa Zinke / Sara Marie Schläger (Foto: Grüne Jugend)

Mehr Medienkompetenz für unseren Ministerpräsidenten

Pressemitteilungen Politik
09.06.2026, 18:13 Uhr
Von: GRÜNEN JUGEND Thüringen
Recherchen von Frag den Staat: Ministerpräsident Mario Voigt ließ offenbar regelmäßig KI für Reden und Beiträge schreiben — auch bei sensiblen Anlässen; Oppositionssprecherinnen äußern scharfe Kritik.

Laut Recherchen von Frag den Staat hat Ministerpräsident Mario Voigt im Laufe seiner Amtszeit routinemäßig Beiträge und Reden teils vollständig von KI-Programmen verfassen lassen. Dies auch zu sensiblen Anlässen, wie dem Holocaust-Gedenktag oder der Trauerfeier seines verstorbenen Vorgängers. In einem Beitrag zu einem Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren wurden dabei wohl wissenschaftliche Zitate frei erfunden. 

Dazu kommentiert Landessprecherin Luisa Zinke: "Wenn ich vor ein paar Wochen im Abitur einfach Zitate erfunden hätte, wäre ich durchgefallen. Wenn Mario Voigt das macht, sind es „zeitgemäße Hilfsmittel". Kein Wunder, dass der Mann seinen Doktortitel verloren hat. Der Ministerpräsident mischt sich immer wieder in Kulturkampfdebatten um Radiomusik und Social-Media-Verbote ein, statt die Zeit sinnvoll zu nutzen und sich selbst ein bisschen Medienkompetenz anzuschaffen. Lasst uns doch einfach mal in Ruhe und macht euren Job! Mit der Bewältigung der Klimakrise hätte Voigt eigentlich genug zu tun, um keine Scheindebatten lostreten zu müssen." 

Landessprecherin Sara Marie Schläger führt weiter aus: „Der ganze Fall ist total absurd und voll an geballter Inkompetenz. Ausgerechnet in einer Debatte über die Musikbranche, in der die Musiker*innen durch KI und Streamingdienste unter Druck stehen, einen Beitrag von KI schreiben zu lassen geht um Welten an den Bedürfnissen der Künstler*innen vorbei. Genauso wie Reden zu wirklich wichtigen Gedenktagen, wie dem 27.01., von künstlicher Intelligenz schreiben zu lassen. Das ist ein würdeloses Verhalten gegenüber Angehöriger und Holocaust-Überlebenden und zeigt wenig Empathie. Man braucht wenig politisches Gespür und ein viel zu großes Ego, um so unreflektiert zu handeln." 

Kommentare

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Voigtmar Gutenburg, 10.06.2026
Wer den Anspruch erhebt, die Demokratie gegen Extremismus zu verteidigen, darf bei den eigenen moralischen und handwerklichen Standards keine Augen zudrücken. Der Kampf gegen Rechts darf nicht als dauerhafter Schutzbrief für Fehlverhalten, Plagiate und den würdelosen Einsatz von KI bei Gedenkfeiern missbraucht werden. Wenn die Parteien Voigt aus reiner Angst vor Instabilität im Amt halten, senden sie das verheerende Signal, dass Postenpolitik wichtiger ist als Ehrlichkeit. Das treibt am Ende nur noch mehr enttäuschte Wähler in die Arme der Ränder und beschädigt das Vertrauen in die Institutionen massiv.Deshalb muss die demokratische Mitte jetzt genau dieselbe Entschlossenheit und Einigkeit zeigen, um Mario Voigt abzulösen, die sie damals aufgebracht hat, um Björn Höcke zu verhindern. Genauso wie es damals möglich war, parteiübergreifend Allianzen gegen die AfD zu schmieden, müssen die demokratischen Kräfte nun gemeinsam den Mut aufbringen, eine integre Alternative an die Spitze Thüringens zu wählen. Nur so lässt sich die eigene Glaubwürdigkeit retten.
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