Schmölln. Die Volkshochschule Schmölln lädt am Donnerstag, dem 8. Oktober, 19 Uhr, zur nächsten Vorstellung in der Reihe „VHS-Kino: der politische Film“ ein. Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Das Ungesagte“.
Die meisten Deutschen, die damals für das NS-Regime waren, haben nach 1945 nie wieder über diese Zeit gesprochen. In fast allen deutschen Familien war das Thema tabu: DAS UNGESAGTE. Der Film wählt einen psychologischen Ansatz, um herauszufinden, was diese Menschen damals genau dachten und fühlten – und wie sie heute ihre Beteiligung bzw. Involviertheit in das NS-Regime beurteilen.
Die Aussagen sind schmerzhaft ehrlich, teils verstörend, aber auch berührend, dabei gleichermaßen geprägt von moralischem Zwiespalt, verdrängten Schuldgefühlen, Trauma und Trauer. Zudem erzählen auch jüdische Überlebende, und erhellen die bis heute verbliebenen blinden Flecken in der Perspektive der damaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Verbindung beider Perspektiven eröffnet unerwartete, erschütternde Erkenntnisse.
Nach einer kurzen thematischen Einführung wird der Film vorgeführt. Anschließend besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Diskussion. Für Getränke und kleine Snacks ist gesorgt. Der Eintritt ist frei. Die Volkshochschule empfiehlt jedoch eine telefonische Platzreservierung unter 034491 27589 oder online unter www.vhs-altenburgerland.de.
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