Brauchtumspflege wird bei den Futterschrotern aus dem Altenburger Land großgeschrieben
Im Rahmen der 34. Rositzer Kirmes fand zum zweiten Mal die Mitteldeutsche Dengelmeisterschaft statt. Organisiert wurde der Wettbewerb von den Futterschrotern aus dem Altenburger Land. Der aktive Verein richtet bereits seit 2010 die Thüringer Sensenmeisterschaft aus. Die nächste Auflage findet am 8. Mai 2027 im Rositzer Ortsteil Fichtenhainichen statt.
Am Kirmessonntag stellten sich 22 Frauen und Männer aus Thüringen und Sachsen dem ohrenbetäubend lauten Wettbewerb. Beim Dengeln wird die vordere Schneide einer Sense mit gezielten Hammerschlägen ausgetrieben und dadurch geschärft. Was einfach klingt, erfordert viel Erfahrung, Kraft und handwerkliches Geschick.
40 Minuten lang bearbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Sensen mit dem Dengelhammer. Bei den Frauen setzte sich die Titelverteidigerin Aline Albrecht aus Kummer bei Schmölln erneut durch. Den Wettbewerb der Männer gewann André Stephan aus Tissa im Saale-Holzland-Kreis. Enrico Bauer aus Treben belegte den zweiten Platz.
„Die Dengelmeisterschaft hat uns allen Spaß gemacht. Ich denke, es waren alle Teilnehmer zufrieden. Insgesamt war es ein gelungener Wettbewerb. Nur der Sonnenschein fehlte“, zog Ralph Cramer, Vorsitzender der Futterschroter, ein positives Fazit.
Für den Verein war die Meisterschaft ein besonderes Ereignis. Die Futterschroter blicken in diesem Jahr auf ihr 30-jähriges Bestehen zurück. Im Rahmen der Siegerehrung gratulierte Rositz’ Bürgermeister Steffen Stange dem Verein zu diesem Jubiläum.
Mit der Veranstaltung möchten die Futterschroter und die Gemeinde Rositz eine alte handwerkliche Tradition bewahren und einen wichtigen Teil der regionalen Geschichte weitergeben. Die Siegerehrung fand vor mehreren hundert Gästen im Festzelt der Rositzer Kirmes statt.
Die Erstplatzierten erhielten eigens für die Meisterschaft handgetöpferte Teller. Jedes Stück ist ein kleines Kunstwerk der Töpferin Jacqueline Naß, die in Neukirchen die Keramik-Schmiede betreibt.
Die Futterschroter aus dem Altenburger Land bedanken sich bei allen Sponsoren und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt Hartmut Sander aus Salbitz in Sachsen.
Kommentare