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46. Internationales Neujahrsturnier im Radball des SV Blau-Gelb Ehrenberg | 46. Intern. Neujahrsturnier SV Blau-Gelb Ehrenberg - Siegerehrung Elite

46. Intern. Neujahrsturnier SV Blau-Gelb Ehrenberg - Siegerehrung Elite (Foto: SV Blau-Gelb Ehrenberg)

46. Internationales Neujahrsturnier im Radball des SV Blau-Gelb Ehrenberg

Sportgeschehen Radsport
11.01.2026, 14:52 Uhr
Von: Dieter Rademann
+++ SV Nordshausen Marius Hermanns-Luca Grellert gewinnen erneut den Wanderpokal +++ SV Blau-Gelb Ehrenberg Schmidt-Winkler auf dem 8. Platz

Der Einladung zum 46. Neujahrspokalturnier des SV Blau-Gelb Ehrenberg im Radball folgten Teams, die in der vergangenen Saison sehr erfolgreich waren. Mit dem tschechischen Meister und WM-Teilnehmer (5. Platz) Zlin, der Mannschaft aus Gärtringen (1. Bundesliga, 7. Platz), sowie den Teilnehmern an den Aufstiegsspielen zur 1. Bundesliga: Hofen, Langenwolschendorf und Nordshausen. Dabei gelang Nordshausen der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Ebenfalls am Start waren die Teams aus Wiednitz, Leipzig, einer weiteren Mannschaft aus Tschechien (Svitavka) und dem Heimteam aus Ehrenberg. Mit diesem Teilnehmerfeld kam es zu hochklassigen und spannenden Spielen um den Pokalsieg in Ehrenberg.

Bedauerlich war die krankheitsbedingte Absage von Sulz (Österreich) und Niederlauterstein (Sachsen). Dank der schnellen Zusage des KSC Leipzig wurde das Teilnehmerfeld wieder aufgefüllt, und die Leipziger waren gleichzeitig eine Bereicherung für das Turnier.

Gespielt wurde in der Ehrenberger Mehrzweckhalle über 2 x 7 Minuten in zwei Gruppen. Danach spielten die beiden Erstplatzierten aus jeder Gruppe über Kreuz die Halbfinals aus. Die Sieger standen dann im Finale, und die Verlierer der Halbfinals spielten um Platz 3. Für die Plätze 3 bis 5 gab es Platzierungsspiele.

In Gruppe 1 setzte sich der 1. Bundesligist Gärtringen mit Jannes Müller/Simon Becker denkbar knapp vor Hofen mit Magnus Öhlert/Dennis Berner durch. Die Entscheidungen über die Platzierungen in dieser Gruppe blieben bis zum letzten Vorrundenspiel offen. Svitavka mit den U23-Spielern David Petr/Martin Konecny zeigte wieder einmal, dass in unserem Nachbarland viel für den Nachwuchs gemacht wurde. Mit dem Sieg gegen Langenwolschendorf, den zwei Unentschieden gegen Gärtringen und Hofen und der Niederlage gegen Wiednitz blieb am Ende leider nur der 4. Platz in Gruppe 1. Wiednitz belohnte sich nach dem knappen 5:4-Sieg gegen Langenwolschendorf mit Platz 3. Für Langenwolschendorf, die mit Manuel Paschka und Ersatzspieler Norbert Seils für Nils Kebsch antraten, reichte es nach einer tollen Leistung im Auftaktspiel gegen Gärtringen (4:4) zu keinem weiteren Punktgewinn und damit nur für den 5. Platz in Gruppe 1.

In Gruppe 2 standen mit Zlin und Nordshausen die Neujahrpokalsieger aus den letzten drei Jahren. Die Sportfreunde aus der Altenburger Partnerstadt Zlin mit Radek Adam/Thomas Horak siegten 2023 und 2024. Nordshausen mit Marius Hermanns/Luca Grellert gewannen 2025 und blieben dann im Laufe der Saison weiterhin in der Erfolgsspur bis zum Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Der KSC Leipzig mit dem neuformierten Zweitbundesligateam Kay Fritsche/Lenny Schwarzbauer war dann ebenfalls der Gegner unserer Mannschaft vom SV Blau-Gelb Ehrenberg (Vinzenz Winkler/Maximilian Schmidt). Durch die Absage von Niederlauterstein erhielten alle Teams der Gruppe 2 die 3 Punkte und 5:0 Tore gutgeschrieben.

Für die Blau-Gelben standen schwierige Spiele auf dem Programm. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga will man sich trotz allem den Herausforderungen stellen, die beim Heimturnier in der Vorrundengruppe gegeben waren. Zlin war der erste Brocken in der Vorrunde, der aber nicht zu bezwingen war. Bei der 3:6-Niederlage der Ehrenberger spielte der tschechische Meister sehr sicher und gestattete den Blau-Gelben nur wenige Tormöglichkeiten. Nach dem Halbzeitstand von 2:3 fehlten Vinzenz und Maximilian im zweiten Abschnitt die Kräfte, um das Blatt noch zu wenden.

Das zweite Spiel der Blau-Gelben gegen Nordshausen brachte ebenfalls bei der 2:4-Niederlage keinen Punktgewinn. Auch wenn man bis zur Halbzeit (1:2 Rückstand) mit gutem Zusammenspiel mithalten konnte, verlor man das Spiel in der 2. Halbzeit aufgrund fehlender Konzentration, die meist in Fehlabspielen mündete.

Der KSC Leipzig überraschte in ihrem Auftaktspiel nicht nur die Spieler aus Zlin, auch die Zuschauer staunten nicht schlecht beim 4:1-Sieg der Leipziger über Zlin. Dieser Sieg war durchaus nicht zu erwarten, und mit viel Euphorie ging es dann in das Spiel gegen Nordshausen. Doch Marius Hermanns mit seinem Partner Luca Grellert überzeugten gegen Leipzig mit schnellen und präzisen Abspielen, die zu Torerfolgen führten. Der 5:1-Sieg von Nordshausen sollte noch in der Endtabelle wichtig werden.

Dann das letzte Spiel der Blau-Gelben in der Vorrunde gegen Leipzig. Diesmal war es ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für den KSC Leipzig. Mitte der zweiten Halbzeit schaffte Leipzig es, mit 4:2 in Führung zu gehen. Die Ehrenberger kämpften sich noch einmal auf 4:3 heran, doch Leipzig konnte den 4:3-Sieg für sich verbuchen. Damit blieb der Mannschaft nur der 4. Platz in Vorrundengruppe 2.

Zum Abschluss der Vorrundenspiele gab es ein Radballspiel vom Feinsten. Nordhausen und Zlin lieferten sich einen Schlagabtausch, von dem die Zuschauer begeistert waren. Nordhausen ging mit 2:0 in Führung, Zlin schaffte den Ausgleich zum 2:2. Danach ging Zlin wieder in Führung mit einem Gewaltschuss in den Dreiangel. 15 Sekunden vor Ende glich Nordhausen erneut aus. Aber Zlin gelang mit einem schnellen Angriff in letzter Sekunde der 4:3-Siegtreffer.

Mit dem Sieg von Zlin waren drei Teams mit 9 Punkten auf Platz 1, und jetzt musste nach internationalem Reglement entschieden werden. Dabei zählten die Spiele der drei Mannschaften untereinander. Bei gleicher Punktezahl zählte nun das Torverhältnis, und das ging zu Gunsten von Nordhausen (+3, 1. Platz) und Leipzig (-1, 2. Platz). Für Zlin (-2, 3. Platz) überraschend nur der 3. Platz in der Vorrunde und somit nur das Spiel um den 5. Platz.
 

Die Finalspiele

Im ersten Halbfinale trafen 1. Bundesliga Gärtringen auf 2. Bundesliga Leipzig. Die Leipziger spielten unbekümmert weiter, wie in der Vorrunde, und hielten das Spiel bis zur Halbzeit beim 0:1 Rückstand offen. Aber Gärtringen wurde stärker, spielte seine Erfahrung aus, gewann mit 6:1 Toren und stand damit im Finale.

Das zweite Halbfinale zwischen Hofen und Nordshausen fiel ebenfalls recht deutlich aus. Nordshausen steckte die Niederlage gegen Zlin schnell weg und gewann sicher gegen Hofen mit 5:1. Nordshausen steht wie 2025 wieder im Finale und auf dem Weg zur Pokalverteidigung.
 

Spiel um die Plätze 7-8

In ihrem letzten Spiel beim Heimturnier wollten die Blau-Gelben unbedingt einen Sieg einfahren. Motivation war ausreichend vorhanden, denn die zahlreichen Zuschauer in der Ehrenberger Mehrzweckhalle feuerten unser Team in all ihren Spielen immer wieder an. Bis zur Halbzeit (1:3) sah es so aus, als wäre ein Erfolg möglich. Torchancen erspielte sich unser Team genügend, aber oft fehlte etwas Glück im Abschluss. Svitavka dagegen nutzte jede sich bietende Möglichkeit zum Torerfolg. Der Sieg von Svitavka mit 7:1 fiel dann doch etwas zu hoch aus, war aber auf jeden Fall verdient und brachte den sympathischen Sportfreunden aus Tschechien den 7. Platz.
 

Spiel um die Plätze 5-6

Wiednitz und Zlin mussten ins Viermeterschießen, um den Sieger zu ermitteln. Zlin führte schon in der zweiten Halbzeit mit 4:2. Doch Wiednitz gelang kurz vor Spielende der 4:4-Ausgleich. Im Viermeterschießen setzten sich dann Zlin mit 3:1 Toren durch.
 

Das kleine Finale

Zwei Teams, die in diesem Spiel gleichwertig waren, trennten sich nach Ablauf der 2 x 7 Minuten mit 2:2. Wieder gab es ein Viermeterschießen, und das Überraschungsteam aus Leipzig gewann mit 2:1 Toren.
 

Das Finale

Der Aufsteiger in die 1. Bundesliga, Nordshausen, und der Erstbundesligist Gärtringen standen sich im Finale in Ehrenberg gegenüber. Was die beiden Nordhäuser dann spielten, war schon erstligareif. Schnell führte Nordshausen mit 3 Toren und kontrollierte das Spiel auch in der zweiten Halbzeit bis zum Endstand von 5:2. Damit waren sie der verdiente Sieger beim 46. Neujahrspokalturnier in Ehrenberg, ausgestattet mit toller Technik und Spielverständnis. Dass sich der beste Spieler, Marius Hermanns, auch den Pokal für den besten Torschützen erkämpfte, war mehr als verdient.

Der SV Blau-Gelb Ehrenberg möchte sich bei allen teilnehmenden Teams, dem Moderator Frank Hübschmann, der das Turnier mit seinen Kommentaren aufwertet, den vielen Helfern aus und um den Verein herum, den Sponsoren und vor allem bei den Organisatoren Rico Rademann und Knut Wesser bedanken. Nicht zu vergessen sind die vielen Zuschauer, die jedes Jahr ein tolles und freundschaftliches Umfeld für die Teilnehmer schaffen.

Auf in ein erfolgreiches Sportjahr 2026!

 

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