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Ostthüringenderby sieht nach intensivem Spiel keinen Gewinner | Die Altenburger Mannschaft vor Spiebeginn

Die Altenburger Mannschaft vor Spiebeginn (Foto: Wolfgang Wukasch)

Ostthüringenderby sieht nach intensivem Spiel keinen Gewinner

Sportgeschehen Handball
27.01.2026, 12:52 Uhr
Von: Wolfgang Wukasch
+++ Handball-Oberliga Thüringen/Männer/Spieltag 24.01.2026 +++ SV Aufbau Altenburg – SV Hermsdorf 28:28 (14:17) +++ Gäste aus Hermsdorf dominieren Hälfte eins-Gastgeber Aufbau Altenburg mit starker Aufholjagd +++

Altenburg. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres empfing das Oberligaschlusslicht SV Aufbau Altenburg den SV Hermsdorf (Platz 7). Beide Mannschaften hatten dringend Punkte nötig, sodass ein intensives Spiel in der Sporthalle Südost der Skatstadt zu erwarten war. Die Gäste aus dem Holzland, unter Coach Tobias Högl und mit reichlich Fans im Schlepptau, machten von Anpfiff durch die Schiedsrichter Ban und Heinemann deutlich, dass die Punkte im Hermsdorfer Bus verstaut werden sollten.

Für die Schützlinge des Altenburger Trainergespanns Sebastian Heilmann und Nico Bertus ging es darum, endlich wieder einmal zu punkten, denn auch zum Jahresauftakt beim SV BW Goldbach/Hochheim blieben die Zähler beim Gastgeber (29:25). Hermsdorfs Reis, Heilwagen, Kirmse und Krause legten vor, und der Gastgeber lag in der 6. Minute mit 0:4 hinten. Aufbau-Angreifer Robby Borngräber stoppte den sich anbahnenden Torrausch der Gäste, jedoch nur kurzzeitig. Jan Heilwagen und Felix Reis ließen die Hermsdorfer auf 6:1 (7.) davonziehen. Auch die folgende Auszeit von Coach Heilmann brachte zunächst wenig Besserung; die Abwehr war zu löchrig, und Torwart David Kießhauer hatte wenig Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen. Vorn wurden hochprozentige Chancen vergeben. Der Ex-Altenburger Tim Krause erzielte in der 18. Minute das 12:5 und damit einen Siebentorevorsprung.

Die Messe schien gelesen, war sie aber nicht. Aufbau zeigte sich zunehmend erfolgreicher im Abschluss, und auch die drei von Lars Schäfer verwandelten Strafwürfe bauten die Mannschaft auf. Lennart Bettels verkürzte auf 14:15 (29.), doch die Tore von Max Marius Fischer und Tom Friedrich in der Schlussminute der ersten Hälfte ließen die Holzländer erneut auf drei Tore davonziehen (17:14). Heilmanns Pausenansage in der Kabine zeigte Wirkung: Das Spiel wurde mit Beginn der zweiten 30 Minuten völlig auf den Kopf gestellt. Bombelka, Vogeler und ein erneut von Schäfer verwandelter Siebenmeter ermöglichten den Altenburgern erstmals den Gleichstand (17:17, 35. Min.).

Tim Vogeler brachte die Stimmung in der Südosthalle zum Kochen: Aufbau ging mit 20:19 (39. Min.) in Führung. Das leidenschaftlich geführte Spiel mit wechselseitiger Führung setzte sich fort, und die Gastgeber übernahmen das Heft des Handelns mit dem 27:24-Führungstreffer von Elias Bombelka (52.). Die anschließende Hermsdorfer Auszeit zahlte sich aus: Jan Heilwagen (2) und Giga Zarnadze (2 verwandelte Strafwürfe) glichen in den Schlussminuten dem Treffer von Aufbau-Spieler Florin Wessel aus (28:28).

18 Sekunden vor Schluss nutzte Sebastian Heilmann eine weitere Auszeit. Die abgesprochene Variante wurde jedoch von den Hermsdorfern vereitelt. Die Punkteteilung erscheint dem Spielverlauf insgesamt mehr oder weniger gerecht, bringt jedoch beide Mannschaften nicht weiter – außer der Platzverbesserung der Hermsdorfer (Platz 6). Für die Skatstädter heißt es, den positiven Schwung aus diesem Spiel im Kampf gegen die rote Laterne in die nächsten Begegnungen mitzunehmen.

Erst am 7. Februar stehen beide Mannschaften wieder auf dem Platz: Aufbau Altenburg empfängt den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer HSV Apolda um 18:00 Uhr in der Sporthalle Südost; die Hermsdorfer treffen im Mittelfeldduell auf die Wölfe Erfurt (19:30 Uhr, Werner Seelenbinder-Halle).

Tore Aufbau Altenburg: Schäfer, Bombelka je 6, Borngräber 5, Wessel 3, Köhler, Vogeler, Bettels je 2, Halbauer, Unger je 1; 
Tore SV Hermsdorf: Heilwagen 8, Elsässer-Pech 6, Zarnadze 4, Krause 3, Reis, Friedrich, Kirmse je 2, Fischer 1.
 

Die Altenburger (rote Trikots von links): Marten Schulz, Nick Massow und Robby Borngräber (Foto: Wolfgang Wukasch)

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