Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison wollen die Eispiraten Crimmitschau am kommenden Wochenende nachlegen. Am Freitag (16. Oktober, 19.30 Uhr) empfangen die Westsachsen den EC Bad Nauheim im Sahnpark, ehe am Sonntag (18. Oktober, 18.30 Uhr) das Auswärtsspiel bei den Ravensburg Towerstars ansteht. Als aktueller Tabellendritter gehen die Crimmitschauer mit viel Selbstvertrauen in die beiden Duelle.
Die Eispiraten Crimmitschau haben sich mit einem furiosen Saisonstart in der Spitzengruppe der DEL2 festgesetzt. Nach acht absolvierten Partien stehen für die Mannschaft von Cheftrainer Jussi Tuores bereits 15 Punkte zu Buche. Zuletzt gelang den Westsachsen mit zwei überzeugenden Auftritten gegen den EV Landshut (5:1) und die Bietigheim Steelers (5:2) erstmals in dieser Spielzeit ein Sechs-Punkte-Wochenende. An diese Leistungen wollen die Rot-Weißen nun anknüpfen und ihre gute Ausgangslage weiter festigen.
Dass die bisherige Zwischenbilanz zwar erfreulich ist, aber keinen Grund bietet, sich zurückzulehnen, weiß auch Stürmer Sebastian Streu: „Die Saison ist noch frisch. Dass wir aktuell Dritter sind, ist natürlich schön, aber es ist noch zu früh, um sich damit zufrieden zu geben. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und müssen einfach da weitermachen, wo wir zuletzt aufgehört haben.“
Garthe vor Rückkehr – Walsh und Lutz müssen wohl weiter pausieren
Personell könnte sich die Situation bei den Eispiraten vor dem anstehenden Doppelspieltag zumindest teilweise entspannen. Rookie Noah Garthe, der mit vier Toren und zwei Vorlagen einen furiosen Saisonstart hingelegt hatte, steht seit Mittwoch wieder gemeinsam mit der Mannschaft auf dem Eis. Der Angreifer war im Auswärtsspiel beim EV Landshut angeschlagen ausgeschieden und hatte anschließend auch das Heimspiel gegen Bietigheim verpasst. Ob er bereits am Freitag wieder ins Aufgebot zurückkehrt, bleibt jedoch abzuwarten.
Anders sieht es bei Dominic Walsh aus, der aufgrund erneuter Rückenprobleme pausieren muss. Auch Tim Lutz steht vorerst nicht zur Verfügung. Nach dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung wird seine Entwicklung von Tag zu Tag beobachtet. Ole Olleff fällt nach seiner Hüftoperation weiterhin aus. Torhüter Steve Majher besitzt unterdessen ab sofort auch eine Spielberechtigung für die Chemnitz Crashers in der Regionalliga. Dort soll der Schlussmann bei Bedarf zusätzliche Spielpraxis sammeln können.
Bad Nauheim kommt mit neuem Personal in den Sahnpark
Mit dem EC Bad Nauheim gastiert am Freitagabend der aktuelle Tabellenletzte im Sahnpark. Die Hessen konnten aus den ersten acht Saisonspielen lediglich drei Punkte mitnehmen und stehen damit bereits früh unter erheblichem Druck. Die bislang magere Ausbeute spiegelt allerdings nicht immer die Leistungen der Mannschaft von Trainer Kevin Gaudet wider. Immer wieder hielten die Roten Teufel gut mit, mussten sich letztlich aber knapp geschlagen geben.
Auch im jüngsten Hessenderby gegen die Kassel Huskies schnupperte Bad Nauheim an einem Erfolg, unterlag dem Tabellenzweiten jedoch erst in der Verlängerung mit 3:4. Die knappen Niederlagen dürften den Gästen Mut machen, gleichzeitig wächst mit jedem weiteren Spiel ohne Sieg der Druck, endlich wieder dreifach zu punkten.
Erschwerend kommt die angespannte Personalsituation hinzu. Matt Marcinew wird den Kurstädtern noch wochenlang fehlen, während Jordan Hickmott für weite Teile der Saison auszufallen droht. Auch Kapitän Marc El-Sayed stand zuletzt verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Die Verantwortlichen reagierten auf die schwierige Situation und legten auf dem Transfermarkt nach: Mit Marco Pfleger, der in der DEL2 bestens bekannt ist, und dem kanadischen Torjäger Stephan Harper wurden zwei neue Angreifer verpflichtet. Beide konnten bereits bei ihren ersten beiden Einsätzen für die Hessen am vergangenen Wochenende Treffer erzielen.
Der bislang erfolgreichste Scorer der Roten Teufel ist Allan McPherson. Der Neuzugang aus Hannover verbuchte bisher ein Tor und fünf Vorlagen. Im Tor bleibt Jerry Kuhn ein wichtiger Rückhalt, auf den sich Bad Nauheim auch im Sahnpark verlassen dürfte. Für die Eispiraten gilt es deshalb, den Gegner trotz dessen Tabellenposition keinesfalls zu unterschätzen. Die Crimmitschauer wollen von Beginn an ihre Stärken aufs Eis bringen, das eigene Spiel durchsetzen und mit den heimischen Fans im Rücken den nächsten Erfolg einfahren.
Ravensburg sucht nach Konstanz
Am Sonntag wartet mit den Ravensburg Towerstars die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Auch die Oberschwaben hatten sich den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt. Zwölf Punkte aus acht Begegnungen bedeuten aktuell eine wechselhafte Bilanz für das Team des neuen Trainers Johan Pennerborn, das bislang noch nach der nötigen Konstanz sucht.
Am vergangenen Wochenende gelang Ravensburg zunächst ein knapper 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen den EHC Freiburg. Anschließend mussten sich die Towerstars den Blue Devils Weiden jedoch mit 3:4 geschlagen geben. Die Mannschaft verfügt über reichlich individuelle Qualität, konnte diese bislang aber noch nicht durchgehend in entsprechende Ergebnisse ummünzen.
Auf die Eispiraten warten dabei einige bekannte Gesichter. Torhüter Ilya Sharipov, der bereits das Crimmitschauer Trikot trug, präsentiert sich bislang mit einer Fangquote von 91,34 Prozent. Auch Robbie Czarnik, einer der gefährlichsten Angreifer der Liga, steht im Aufgebot der Towerstars. Der Stürmer ist seit dieser Saison mit einem deutschen Pass ausgestattet. Hinzu kommt Thomas Reichel, der in der Saison 2023/24 noch Teil der bislang erfolgreichsten Eispiraten-Mannschaft war.
Offensiv gibt Odeen Peter Tufto bei den Puzzlestädtern den Ton an. Mit elf Scorerpunkten ist er derzeit der erfolgreichste Punktesammler der Towerstars. Als bester Torschütze tritt Mark Rassell in Erscheinung, der bislang fünf Treffer erzielt hat.
In der vergangenen Saison präsentierten sich die Westsachsen gegen die Baden-Württemberger recht erfolgreich: Dreimal gingen sie als Sieger vom Eis, einmal mussten sie sich nach einem Penaltyschießen geschlagen geben. Diese Bilanz könnte für das Sonntagsspiel ein gutes Omen sein. Dennoch ist Vorsicht geboten: Ravensburg verfügt über genügend Qualität, um jede Unachtsamkeit konsequent auszunutzen. Für die Eispiraten wird es darauf ankommen, die Intensität aus den jüngsten Erfolgen mitzunehmen und auch auswärts geschlossen aufzutreten – ähnlich wie bereits in Kassel und Landshut.
Tickets, Livestream und Liveticker
Für das Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim am Freitag empfehlen die Eispiraten ihren Fans, sich die Tickets bereits im Vorfeld zu sichern. Eintrittskarten sind online, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie in der Geschäftsstelle zu den regulären Öffnungszeiten erhältlich.
Wer am Freitag nicht live im Sahnpark dabei sein kann oder die Reise nach Ravensburg nicht antritt, muss ebenfalls nicht auf Eishockey verzichten. Beide Partien werden über den kostenpflichtigen Streamingdienst SPORTEUROPE.TV übertragen. Zusätzlich informiert der kostenlose Liveticker auf etconline.de über das Geschehen auf dem Eis.
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