Appell an die Chef-Etagen im Kreis Altenburger Land: „Bei Fieber fair bleiben“ - ABG-Net.de
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Appell an die Chef-Etagen im Kreis Altenburger Land: „Bei Fieber fair bleiben“  | Wer krank ist, soll sich nicht zur Arbeit schleppen, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Thüringen fordert die rund 1.990 Betriebe im Kreis Altenburger Land zu mehr Verständnis bei Krankmeldungen auf. „Vor allem darf die Arbeit selbst nicht krank machen: Arbeitsdruck und Stress können einen schnell aus der Bahn werfen“, sagt Jens Löbel von der NGG.

Wer krank ist, soll sich nicht zur Arbeit schleppen, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Thüringen fordert die rund 1.990 Betriebe im Kreis Altenburger Land zu mehr Verständnis bei Krankmeldungen auf. „Vor allem darf die Arbeit selbst nicht krank machen: Arbeitsdruck und Stress können einen schnell aus der Bahn werfen“, sagt Jens Löbel von der NGG. (Foto: NGG | Nils Hillebrand)

Appell an die Chef-Etagen im Kreis Altenburger Land: „Bei Fieber fair bleiben“

Arbeit & Wirtschaft Pressemitteilungen
25.02.2025, 09:46 Uhr
Von: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Thüringen
1.990 Betriebe im Kreis Altenburger Land – NGG: „Auch 1-Tages-Krankmeldung ernst nehmen“

Büro, Bäckerei, Bistro – oder doch das Bett: Wer krank ist, soll sich nicht zur Arbeit schleppen, rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die NGG Thüringen fordert quer durch alle Branchen die rund 1.990 Betriebe im Landkreis Altenburger Land zu mehr Verständnis bei Krankmeldungen auf: „Zu oft und viel zu schnell werden Beschäftigte, die sich krankmelden, in die ‚Blaumacher-Schublade‘ gepackt“, kritisiert Jens Löbel. Der Geschäftsführer der NGG Thüringen appelliert daher an die Chef-Etagen im Kreis Altenburger Land: „Bei Fieber fair bleiben.“ 

Alles andere könne schnell zum Bumerang für den eigenen Betrieb werden: „Wer sich lieber krank zur Arbeit schleppt, statt zum Arzt zu gehen und sich zu Hause auszukurieren, tut sich selbst keinen Gefallen damit“, so Löbel. Außerdem bringe es auch nichts, andere am Arbeitsplatz mit Erkältung oder Grippe anzustecken. 

„Wenn Beschäftigte allerdings Angst davor haben müssen, sich krank zu melden, dann stimmt etwas nicht. Denn Gesundheit am Arbeitsplatz ist kein ‚Nice-to-have-Faktor‘. Gesundbleiben ist ein Muss für den Job. Vor allem darf die Arbeit selbst nicht krank machen: Zu viele Überstunden, enormer Zeit- und Arbeitsdruck, Mobbing, Schikanen, psychischer Druck – das alles kann schnell auf die Gesundheit gehen“, warnt Löbel. 

Es sei wichtig, insbesondere auch auf Stress zu reagieren. Der entstehe oft schon durch fehlende Pausen und durch Arbeitszeiten, die – gerade bei Nacht- und Schichtarbeit – zur Belastung würden. „Aber auch schlecht ausgestattete Arbeitsplätze sind ein wichtiger Punkt: vom billigen Bürostuhl bis zum permanent schweren Heben“, sagt Jens Löbel. Um die Arbeit zu erleichtern, müssten Betriebe investieren. „Wer an Dingen spart, die den Job einfacher machen und die Gesundheit schonen, spart am falschen Ende“, ist der Geschäftsführer der NGG Thüringen überzeugt. Kritisch seien auch unfaire Abläufe: „Es kann nicht sein, dass immer die Gleichen die Arbeiten machen müssen, die sonst keiner machen will“, sagt Löbel. 

Auch „Ein-Tages-Krankmeldungen“ sollten ernst genommen werden. „Von Migräne bis zu Menstruationsbeschwerden: Es gibt Tage, da geht es einfach nicht. Wichtig ist, dass es dafür Verständnis gibt – bei der Betriebsleitung genauso wie beim Rest der Belegschaft“, macht Jens Löbel deutlich. Hier spiele vor allem auch der Betriebsrat eine wichtige Rolle. Er vermittle bei Konflikten zwischen Chef-Etage und Beschäftigten – auch im Krankheitsfall. 

Entscheidend sei, dass der Lohn vom ersten Krankheitstag an fortgezahlt werde. Darüber lässt Jens Löbel nicht mit sich reden: Diesen Punkt dürfe man bei Koalitionsverhandlungen gar nicht erst anrühren. 

Kommentare

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David Schröder, 28.02.2025
Genauso schaut's aus! Sollte ich jemanden Krank in den Geschäften entdecken komme ich als Kunde nicht mehr wieder. Sowas gehört sich einfach nicht, ebenfalls in den Firmen, wer Krank ist bleibt zu Hause. Wer als Chef so etwas nicht versteht, sollte überdenken ob er am richtigen Platz ist... Es ist niemanden geholfen andere anzustecken oder Leuten mit Migräne oder Menstruationsbeschwerden vorzuwerfen sie würden blau machen. Sollte jemanden so etwas passieren, besser kündigen als seine Gesundheit auf dauer auf's Spiel zu setzen, es wird einen ja eh nicht gedankt! Und Kollegen die einen sowas Unterstellen sind sowieso das letzte, auf die kann man getrost verzichten... ;-)
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