Im November 2025 zeigt der Arbeitsmarkt im Ostthüringer Raum, insbesondere im Altenburger Land, eine differenzierte Entwicklung bezüglich der Arbeitslosenquote und der Arbeitsmarktnachfrage.
| Kennzahl | Gesamt | Altenburger Land |
|---|---|---|
| Arbeitslose (gesamt) | 22.769 | 4.047 |
| Veränderung (im Vergleich zu Okt.) | -64 (-0,3%) | +28 (+1%) |
| Arbeitslosenquote | 6,9% | 9,2% |
| Neu gemeldete Stellen | 1.059 | 122 |
| Unterbeschäftigung | 27.823 | Not specified |
| Bedarfsgemeinschaften | 21.722 | 4.046 |
Im Altenburger Land ist die Arbeitslosigkeit im November 2025 auf 4.047 Personen gestiegen, was einen Anstieg von 28 Personen (+1%) im Vergleich zum Vormonat bedeutet. Damit liegt die Arbeitslosenquote in dieser Region bei 9,2%, was leicht über dem Vormonatsniveau und höher als im Vorjahr (8,8%) ist.
Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist vor allem auf wirtschaftliche Unsicherheiten zurückzuführen. Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost, äußert Bedenken hinsichtlich der saisonalen Einflüsse, die in diesem Jahr nicht wie gewohnt eintreten. Die meisten Arbeitslosmeldungen kamen nicht nur aus saisonabhängigen Branchen, sondern auch aus stabilen Industriesektoren wie der Metallverarbeitung und der Lebensmittelherstellung.
Trotz der ansteigenden Arbeitslosigkeit zeigt der Stellenmarkt im Altenburger Land eine gewisse Stabilität. Im November wurden 122 Stellen neu gemeldet, was einem Anstieg von 35 Stellen im Vergleich zum Oktober und 65 Stellen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Branchen mit den meisten freien Stellen sind:
In der Grundsicherung ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Altenburger Land auf 4.046 gesunken, was einem Rückgang von 147 (4%) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei der Betreuung der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten wurden im Berichtsmonat 5.369 Personen gezählt, was ebenfalls einen Rückgang darstellt.
Die Gesamtlage auf dem Arbeitsmarkt im Altenburger Land zeigt gemischte Signale. Während die Zahl der Arbeitslosen leicht gestiegen ist, besteht ein gleichzeitiger Bedarf an neuen Arbeitskräften in vielen Wirtschaftsbereichen. Die anhaltenden Herausforderungen im Arbeitsmarkt erfordern einen Fokus auf berufliche Weiterbildung und die Entwicklung neuer Qualifikationen für die Arbeitnehmer.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der Arbeitsmarkt im Weihnachtsgeschäft entwickeln wird und ob möglicherweise bald eine positive Wende in der Beschäftigungslage sichtbar wird.
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