Die Valere Agrar Service GmbH aus Langenleuba-Niederhain startet ins neue Jahr mit rund 48.800 Euro Fördermitteln aus dem Bundesmodellvorhaben UNTERNEHMEN REVIER. Diese Unterstützung dient der Umsetzung eines innovativen Projekts im Bereich des Hanfanbaus. Ende Dezember wurde der offizielle Fördermittelbescheid im Landratsamt übergeben.
Das Landwirtschaftsunternehmen hatte sich Anfang Mai 2025 um die finanzielle Förderung beworben, um den innovativen Einsatz von Reststoffen in den Mittelpunkt zu stellen. Das Projekt fokussiert sich auf die nachhaltige Erschließung von Bio-Hanfblättern, die bei der Hanffaserproduktion anfallen. Aktuell bleibt das obere Drittel der Pflanze ungenutzt auf dem Feld. Ziel des Projekts ist es, Technik, Trocknung und Verarbeitung dieses Pflanzenteils weiterzuentwickeln, um daraus Tierfutterpellets für Heim- und Haustiere herzustellen. So soll eine neue, effiziente und regionale Wertschöpfungskette für Bio-Futtermittel entstehen.
Die Valere Agrar Service GmbH bringt bereits langjährige Erfahrungen in der biologischen Erzeugung von Bio-Tierfutter mit und betreibt eine eigene Trocknungs- und Pelletieranlage für Spezialkulturen. Das nun im Januar gestartete Projekt soll über das offizielle Projektende im Sommer 2027 hinaus fortgeführt werden, um die neu geschaffene Wertschöpfungskette aufrechtzuerhalten. Langfristig wird ein neues Geschäftsfeld geschaffen, das zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten in der Verarbeitung, im Vertrieb und in der landwirtschaftlichen Zulieferung bietet – sowohl für die Valere Agrar Service GmbH als auch für Partnerbetriebe im Mitteldeutschen Revier.
Bis Mai vergangenen Jahres hatten Unternehmen aus dem Mitteldeutschen Revier, zu dem auch das Altenburger Land gehört, die Möglichkeit, sich mit innovativen Projektideen im Rahmen eines Wettbewerbsverfahrens auf eine Förderung durch das Bundesmodellvorhaben UNTERNEHMEN REVIER zu bewerben. Ziel ist es, den Strukturwandel in den ehemaligen Braunkohleregionen zu unterstützen. Die Projekte mussten die Themen Bioökonomie, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung adressieren. Fördermöglichkeiten bieten eine Quote von bis zu 60 Prozent für Unternehmen und bis zu 90 Prozent für Netzwerke. Die maximale Projektlaufzeit beträgt anderthalb Jahre, und die Fördermittel stammen vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Energie.
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