Zum Internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai 2026 erklärte Katrin Göring‑Eckardt, Vizepräsidentin a.D. des Deutschen Bundestages und Abgeordnete für Thüringen, die Bedeutung lokaler Naturschutzarbeit für den Erhalt der Artenvielfalt. Sie hob hervor, dass Menschen die Ursache für das weltweite Artensterben seien, zugleich aber auf eine gesunde Natur angewiesen seien.
Göring‑Eckardt nannte konkrete Thüringer Beispiele gefährdeter Arten und Schutzräume, darunter Feldhamstervorkommen im Erfurter Becken, Kolonien der kleinen Hufeisennase bei Kahla sowie Schutzgebiete wie der Nationalpark Hainich, das Saaletal, die Rhön und der Thüringer Wald. Das Motto 2026 „Lokales Handeln für globale Wirkung“ bezeichnete sie als passend für Thüringen; besonders wichtig seien die Natura‑2000‑Stationen, die lokale Artenschutzprojekte im europaweiten Netzwerk ermöglichen.
Sie lobte das Engagement Ehrenamtlicher im Artenschutz vor Ort und forderte politische Rückendeckung statt weiterer Spardebatten: Die im Vorjahr vorgeschlagenen Kürzungen hätten einen „Kahlschlag des Thüringer Artenschutzes“ bedeutet, der nur durch politischen Druck verhindert werden konnte. Göring‑Eckardt schloss mit der Forderung, dass Natur‑ und Artenschutz kein „nice‑to‑have“, sondern ein fortlaufender politischer Auftrag sei — auch nach dem Tag der Artenvielfalt.
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