Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Altenburger Land ist im August 2026 erneut gestiegen. Insgesamt waren 4.067 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 98 Personen beziehungsweise 3 Prozent mehr als im Juli. Im Vergleich zum August 2025 liegt die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 81 Personen beziehungsweise 2 Prozent niedriger.
Die Arbeitslosenquote im Altenburger Land stieg im August um 0,2 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Damit liegt sie auf dem Niveau des Vorjahresmonats.
Gleichzeitig gibt es weiterhin Bewegung auf dem regionalen Arbeitsmarkt: Die Unternehmen im Altenburger Land meldeten im August 129 neue Arbeitsstellen. Das waren 31 Stellen mehr als im Juli und 57 mehr als im August des vergangenen Jahres. Insgesamt sind aktuell 566 freie Arbeitsstellen bei der Agentur für Arbeit registriert.
„Erneut gab es auf dem Arbeitsmarkt in Ostthüringen im zu Ende gehenden Monat August einen merklichen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. Saisonale Effekte werden durch verstetigte konjunkturelle Problemlagen in der Wirtschaft weiter verstärkt und sorgen vor allem für einen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit. Insbesondere die Zugänge in die Arbeitslosigkeit aus einer Ausbildung sind gegenüber dem Vorjahr um fast 12 Prozent gestiegen. Gleichzeitig gingen die Abmeldungen aus Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit und Ausbildung um rund 20 Prozent im Vorjahresvergleich zurück“, erklärt Stefan Scholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost.
Mit Blick auf die kommenden Wochen setzt Scholz auf eine saisonale Belebung des Arbeitsmarktes: „Vorausschauend auf die kommenden Wochen hoffe ich auf eine saisonal getriebene Belebung des Arbeitsmarktes, wenn der üblicherweise im Herbst einsetzende Aufschwung der Wirtschaft wieder zu mehr Einstellungen führt. Der aktuell mit 5.570 offenen Arbeitsstellen gefüllte Bestand bietet Grund zu berechtigter Hoffnung.“
Im August waren im Altenburger Land 4.067 Menschen arbeitslos. Gegenüber Juli stieg die Zahl um 98 Personen beziehungsweise 3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es dagegen einen Rückgang um 81 Personen beziehungsweise 2 Prozent.
Die Arbeitslosenquote beträgt 9,4 Prozent. Sie liegt damit 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatswert, entspricht aber exakt der Quote vom August 2025.
Von den Arbeitslosen wurden 1.206 Personen im Rechtskreis SGB III durch die Agentur für Arbeit betreut. Das waren 9 Personen mehr als im Juli und 26 Personen weniger als vor einem Jahr.
Im Rechtskreis SGB II waren 2.861 Arbeitslose registriert. Damit stieg die Zahl gegenüber Juli um 89 Personen. Im Vorjahresvergleich ging sie dagegen um 55 Personen zurück. Insgesamt wurden damit rund 70 Prozent der Arbeitslosen im Altenburger Land durch das Jobcenter betreut.
Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit bleibt die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften bestehen. Im August meldeten die Unternehmen im Altenburger Land 129 neue Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur.
Das sind:
Aktuell befinden sich 566 freie Arbeitsstellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Besonders gefragt sind Arbeitskräfte in den Bereichen Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen und Baugewerbe.
Damit zeigt sich: Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Altenburger Land derzeit steigt, bestehen weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten. Für Arbeitssuchende lohnt es sich daher, die aktuellen Stellenangebote zu prüfen und die Beratungsangebote der Agentur für Arbeit zu nutzen.
Im vergangenen Monat meldeten sich im Altenburger Land insgesamt 659 Menschen arbeitslos. 224 Personen kamen dabei unmittelbar aus einer Erwerbstätigkeit.
Gleichzeitig konnten 564 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 185 von ihnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf.
Die Entwicklung zeigt, dass trotz der aktuell schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen weiterhin Einstellungen stattfinden und Übergänge in Beschäftigung möglich sind.
Auch bei den Bedarfsgemeinschaften in der Grundsicherung setzt sich der rückläufige Trend fort.
Im August wurden im Altenburger Land 3.912 Bedarfsgemeinschaften betreut. Das sind 239 beziehungsweise 6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Insgesamt erhielten 5.189 erwerbsfähige Leistungsberechtigte Leistungen der Grundsicherung. Ihre Zahl lag damit um 307 Personen beziehungsweise 6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet.
Die Entwicklung im Altenburger Land steht im Zusammenhang mit einem insgesamt angespannten Arbeitsmarkt in Ostthüringen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Ost waren im August 23.680 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 499 Personen beziehungsweise 2 Prozent mehr als im Juli und 429 Personen beziehungsweise 2 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote in Ostthüringen stieg auf 7,2 Prozent. Im Juli hatte sie bei 7,0 Prozent gelegen, im August 2025 bei ebenfalls 7,0 Prozent.
„Regional am stärksten vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber August 2025 betroffen waren die Städte Jena und Gera sowie der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt“, so Scholz.
Gleichzeitig bleibt der regionale Arbeitskräftebedarf bestehen. Im August wurden in Ostthüringen 1.068 neue Stellen gemeldet. Das waren zwar 75 weniger als im Juli, aber 126 beziehungsweise 13,4 Prozent mehr als im August 2025.
Insgesamt sind aktuell 5.571 freie Arbeitsstellen bei der Arbeitsagentur registriert – 688 beziehungsweise 14,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.
Die meisten freien Stellen gibt es in Ostthüringen derzeit in den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Baugewerbe sowie Handel und Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.
Nach Einschätzung der Agentur für Arbeit Thüringen Ost wird sich der Arbeitsmarkt in den kommenden Wochen möglicherweise saisonal beleben. Gleichzeitig bleiben die konjunkturellen Herausforderungen für Unternehmen bestehen.
Für Arbeitssuchende bedeutet dies: Trotz des Anstiegs der Arbeitslosigkeit gibt es weiterhin zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region. Die Agentur für Arbeit unterstützt Arbeitsuchende und Unternehmen bei der Suche nach passenden Lösungen.
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