Der Vortrag findet am Gründonnerstag, dem 6. April 2023, 18 Uhr, in der Kunstgasse 1 statt.
Passend zu den bevorstehenden Osterfeiertagen dreht sich auch bei der zweiten Auflage der Vortragsreihe „Altenburg und die Welt“ alles um einen Hasen: Im Mittelpunkt des Vortrages steht ein etruskisches Salbölgefäß in Hasengestalt aus der Antikensammlung des Lindenau-Museums. Nach einer Reise von der Toskana über Rom, Livorno und Hamburg gelangte das Exponat im Winter 1845/46 nach Altenburg.
In der Antike galt der Hase als das Jagdwild schlechthin, was sich auch in dem Gefäß des Lindenau-Museums widerspiegelt: Die Vorderläufe sind ausgestreckt, während Kopf und Ohren nach hinten hängen. Dabei sprach Emil Braun, der Kunstagent Bernhard August von Lindenaus, die Figur noch als Reh an, was wohl vor allem auf sein punktiertes Fell zurückgeht. Diese Verzierung ist jedoch ein typisches Merkmal für die sogenannte etrusko-korinthische Keramik aus der ersten Hälfte des 7. Jh. v. Chr.
Altertümliche Exponate aus Etrurien (Mittelitalien) nehmen einen wichtigen Stellenwert in der Antikensammlung des Lindenau-Museums ein und sollen auch in der künftigen Dauerausstellung des Museums präsentiert werden. Weitere Hintergründe zur Sammlung wie auch zum „Osterhasen aus Etrurien“ werden bei dem Vortrag in der Kunstgasse 1 vorgestellt.
Sonntag, 6. April 2023, 18 Uhr
Ein Osterhase aus Etrurien
Vortrag in der Reihe „Altenburg und die Welt“ mit Dr. Ronny Teuscher, Archäologe
im Lindenau-Museum Altenburg in der Kunstgasse 1
Eintritt frei
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