8. Juli bis 20. August, während der Öffnungszeiten des Museums
Im Sommerferien-Programm “Tierische Burggeschichten – Welche Rolle spielten Tiere auf Burgen und Rittergütern?” stehen Tiere im Mittelpunkt.
Besaß jeder Ritter ein eigenes Pferd? Welche Tiere leben im Burgpark? Und heulte ein Schlosshund wirklich? In den Sommerferien dreht sich alles um Tiere, die zu den festen Bewohnern von Burgen und Rittergütern gehörten. Ihr bekommt kniffelige Rätselfragen und allerhand Gelegenheit, euch auszuprobieren.
Für das Sommerferien-Rätsel ist keine Voranmeldung nötig.
Noch bis 12. November
Der Geburtstag des berühmten Schriftstellers Hans Fallada jährt sich 2023 zum 130. Mal. In seiner frühsten Jugend, noch vor Beginn seiner Autorenkarriere, verbrachte Rudolf Ditzen längere Zeit in der Nervenheilanstalt in Tannenfeld. Dazwischen absolvierte er auf dem Rittergut Posterstein eine landwirtschaftliche Ausbildung. Anlässlich seines Geburtstags zeigt das Museum Burg Posterstein die Ausstellung „Hans Fallada – Familienbilder. Wie aber bestehe ich vor Dir, sehr liebe Verwandtschaft –?!“ der Hans-Fallada-Gesellschaft. Diese schöpft aus den umfangreichen Beständen des Hans-Fallada-Archivs und rückt Erinnerungen, Briefe und Fotos der Familie Ditzen in den Mittelpunkt.
In Posterstein zu sehen ist eine Kabinett-Ausstellung in einem Raum, die bewusst einen Schwerpunkt auf Rudolf Ditzens Jahre in Tannenfeld und Posterstein legt.
Nach einem missglückten Doppelselbstmord, bei dem sein Freund starb, kam der noch jugendliche Rudolf Ditzen zunächst in die Psychiatrie nach Jena. Eine Mordanklage konnte abgewendet werden. Er sei zur Tatzeit nicht zurechnungsfähig gewesen, lautete das Argument.
In der Abgeschiedenheit der modernen, privaten Heil- und Pflegeanstalt für Gemüts- und Nervenkranke in Tannenfeld sollte Rudolf Ditzen gesund werden. Was auch weitgehend gelang – und wohl das Verdienst von Betreuern und Ärzten sowie vor allem seiner Tante Ada war, die ihn nach Tannenfeld begleitete.
Die nächste Lebensstation des Patienten lag quasi nebenan – im zwei Kilometer von Tannenfeld entfernten Rittergut Posterstein. Der mittlerweile 20-Jährige startete hier ins Berufsleben: Zwei Jahre lang ließ sich Rudolf Ditzen auf dem Rittergut Posterstein zum Landwirt ausbilden. Der enge Kontakt zur Landbevölkerung soll für ihn später ein Quell der Inspiration für sein literarisches Schaffen gewesen sein.
Trotz dieses Versuchs, eine "normale" Karriere einzuschlagen, geriet Hans Falladas Leben zu einer Achterbahnfahrt zwischen Kreativität, Depression und Sucht. Geplagt von Depressionen, denen er mit Drogen zu entfliehen suchte, kam Rudolf Ditzen 1917 zu einer Entziehungskur noch einmal nach Tannenfeld und zwei Jahre später abermals.
Zur Ausstellung ließ das Museum Burg Posterstein einen kurzen Film über Falladas Zeit in Tannenfeld und Posterstein produzieren. Weitere Infos über Rudolf Ditzens Zeit in Tannenfeld und Posterstein finden Sie hier.
Zur Sonderschau gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Die nächsten Termine sind:
Freitag, 21. Juli, 20 Uhr, Neue Scheune
6. August, 15 Uhr, Posterstein
3. September, 15 Uhr, Schlosspark Tannenfeld
30. September, 15 Uhr
12. November, 15 Uhr
Das Museum Burg Posterstein dankt dem Hans-Fallada-Museum Carwitz, dem Hans-Fallada-Archiv des Literaturzentrums Neubrandenburg e.V., dem Universitätsarchiv Jena, der Thüringischen Universitäts- und Landesbibliothek Jena und dem Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Altenburg für die Unterstützung bei der inhaltlichen Vorbereitung der Ausstellung. Die Ausstellung wird gefördert durch die Thüringer Staatskanzlei.
21. Juli, 20 Uhr
Am 130. Geburtstag des Schriftstellers Hans Fallada zeigen wir in Zusammenarbeit mit dem METROPOL Kino Gera den Film „Jeder stirbt für sich allein“ (Deutschland, Frankreich, Großbritannien 2016, FSK ab 12 Jahre).
Das Museum und die Ausstellung „Hans Fallada – Familienbilder“ sind an diesem Tag bis 20 Uhr geöffnet, sodass sich ein Besuch des Museums mit dem Filmabend problemlos verbinden lässt.
Die Ausstellung hebt besonders Rudolf Ditzens Zeit in Tannenfeld und Posterstein hervor, denn Rudolf Ditzen begab sich zunächst als Patient in die moderne Nervenheilanstalt in Tannenfeld, bevor er sich auf dem Rittergut Posterstein zum Landwirt ausbilden ließ.
Der Filmabend an Hans Falladas Geburtstag widmet sich seinem letzten Werk: “Jeder stirbt für sich allein”. Tickets können im Museum reserviert werden. Der Eintritt ist frei, doch über eine Spende für die Burg freuen wir uns sehr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
6. August, 15 Uhr
Der Schauspieler Robert Gregor Kühn und der Musiker Matthias von Hintzenstern entführen Sie in die Zeit Hans Falladas. Robert Gregor Kühn trägt aus Hans Falladas Erinnerungen “Wie ich Schriftsteller wurde” vor und wird dabei von Matthias von Hintzenstern mit Musik aus den 1920er Jahren begleitet.
Rudolf Ditzen, so der bürgerliche Name Hans Falladas, verbrachte in seiner Jugend zunächst 1,5 Jahre in der Nervenheilanstalt Tannenfeld, bevor er auf dem Rittergut Posterstein eine bodenständige Ausbildung zum Landwirt absolvierte. Erst kurz vor seinem Tod, als er für seinen Sohn aufschrieb, wie er Schriftsteller wurde, blickte er auf diese Jahre zurück: “Und doch habe ich all diese Zeit – das aber erfuhr ich erst Jahrzehnte später – gelernt, gelernt, für das, was ich einmal werden sollte: ein Schriftsteller.” (aus: Hans Fallada: Wie ich Schriftsteller wurde, 1946)
Die Kabinett-Ausstellung “Hans Fallada – Familienbilder” stellt die Familie Ditzen vor. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Rudolf Ditzens Zeit in Tannenfeld und Posterstein.
Der literarisch-musikalische Nachmittag gehört zum Begleitprogramm zur Ausstellung.
Eintritt: Der Eintritt kostet 15 Euro, um eine Reservierung im Museum Burg Posterstein wird gebeten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Anfahrt: Die Neue Scheune befindet sich An den Streuobstwiesen 20, in unmittelbarer Nähe der Burg, gegenüber dem Feuerwehrhaus. Am besten nutzen Sie den Parkplatz direkt vor der Burg.
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