Im Rahmen der Ausstellung „Kirchner, Pechstein, Werefkin – Meisterwerke aus der Sammlung Peltzer“ widmet sich Kunsthistorikerin Sarah Kinzel unter dem Motto „Museumsbesitz oder Privateigentum?!“ am Donnerstag, dem 8. Juni 2023, 18 Uhr, der Aktion „Entartete Kunst“ und ihren Folgen.
Die Aktion „Entartete Kunst“ gehört zu den dunkelsten Kapiteln der Kultur- bzw. Kunstgeschichte. Als Teil der nationalsozialistischen Kulturpolitik diffamierte sie moderne Strömungen in der Kunst, die nicht mit dem Schönheitsideal der Nationalsozialisten in Einklang zu bringen waren. Damit verbunden war die Beschlagnahmung und Vernichtung von Kunstwerken und ihre Verbannung aus öffentlichen Sammlungen. Viele der betroffenen Künstlerinnen und Künstlern gerieten so nachhaltig in Vergessenheit.
Bei ihrer Feierabendführung wird sich Provenienzforscherin Sarah Kinzel mit der Aktion „Entartete Kunst“ auseinandersetzen und ihre Folgen für Museen und Privateigentümer beleuchten. Dies tut sie im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung „Kirchner, Pechstein, Werefkin – Meisterwerke aus der Sammlung Peltzer“ anhand zahlreicher Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die einst von den Anfeindungen der Nationalsozialisten betroffen waren. Dabei stellt sie zugleich ihr Arbeitsgebiet vor, das sich auf die Herkunftsforschung von Kunstwerken spezialisiert. Bis heute sind die Umwälzungen, die die Kulturpolitik zwischen 1933 und 1945 verursachte, in Museen spürbar.
Donnerstag, 8. Juni 2023, 18 Uhr
Museumsbesitz oder Privateigentum?! – Die Aktion „Entartete Kunst“ und ihre Folgen
Feierabendführung mit Sarah Kinzel, Provenienzforscherin am Lindenau-Museum Altenburg
im Prinzenpalais im Residenzschloss Altenburg
Eintritt: 4 EUR p. P. / 3 EUR p. P. (ermäßigt)
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