Am 25. Januar 2026 wird die Sonderschau „Gesichter der Wismut: Über den strahlenden Alltag, die Geheimnisse und die Folgen des Uranabbaus in der DDR“ auf Burg Posterstein eröffnet. Diese spannende Ausstellung beleuchtet die Auswirkungen und Erinnerungen an den Uranabbau in der DDR und wird bis zum 19. April 2026 zu sehen sein.
Die Eröffnungsveranstaltung beginnt um 14 Uhr mit einer Führung des Museumsdirektors Klaus Hofmann durch den Rohbau des neuen Nordflügels der Burg. Dabei wird besonders die Radonvorsorge sowie das Erdbeben von 1872 in Posterstein thematisiert. Um 15 Uhr folgt die offizielle Eröffnung der Ausstellung, die mit einer Begrüßung durch Hofmann und einer kurzen Einführung von Nicole Schönherr-Trenkmann, der Geschäftsführerin der Gedenkstätte Amthordurchgang e.V. aus Gera, ergänzt wird.
In der Ausstellung stehen die vielfältigen Erinnerungen von Zeitzeugen im Mittelpunkt. Sie thematisiert, wie der Uranabbau in der DDR den Alltag geprägt hat und welche Geheimnisse und Folgen sich daraus ergaben. Die Wismut in Ostthüringen hat viele Gesichter, und die Präsentation bietet einen abwechslungsreichen sowie multimedialen Einblick in diese facettenreiche Geschichte. Hierbei werden nicht nur alte Schachtanlagen und Straßennamen betrachtet, sondern auch Aspekte wie Wohnarchitektur und individuelle Familienbiografien beleuchtet.
Ein besonderes Highlight ist die partizipative Spurensuche, bei der junge Menschen aus Ostthüringen Zeitzeugen-Gespräche führten und persönliche Anekdoten sammelten. Sie entdeckten Brigadetagebücher, Urlaubsfotos, Restaurantkarten, Propaganda und Punk-Songs. Diese Recherchen werfen neue Fragen zur Bedeutung der Wismut-Geschichte für aktuelle regionale und globale Konflikte auf. Welche Bedeutung behält der Begriff „Wismut“ heute, und welche Stimmen finden noch immer kein Gehör?
Die Ausstellung entstand als Teil eines partizipativen Langzeitprojekts der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera, das von 2021 bis 2023 realisiert wurde. Gefördert wurde es durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in der Förderlinie „Jugend erinnert“.
Besuchen Sie Burg Posterstein und tauchen Sie ein in die vielschichtige Geschichte der Wismut!
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