Ostern auf Burg Posterstein — Oster‑Rätsel & neues interaktives Highlight - ABG-Net.de
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Ostern auf Burg Posterstein — Oster‑Rätsel & neues interaktives Highlight | Auf dem Bild versteckt Museumsmitarbeiterin Nicole Thonfeld-Hanf ein Prachthuhn in der ständigen Ausstellung.

Auf dem Bild versteckt Museumsmitarbeiterin Nicole Thonfeld-Hanf ein Prachthuhn in der ständigen Ausstellung. (Foto: Museum Burg Posterstein)

Ostern auf Burg Posterstein — Oster‑Rätsel & neues interaktives Highlight

Kunst, Kultur & Freizeit Familie, Kinder & Jugend
31.03.2026, 15:28 Uhr
Von: Museum Burg Posterstein
Ferienkinder entdecken auf Burg Posterstein das Oster‑Rätsel „Hartgekochte Eierfakten“ und das neue Aussichtsplateau mit interaktivem Hüpfstein; Sonderschau „Gesichter der Wismut“ noch bis 19. April.

Posterstein - Seit Beginn der Osterferien in Sachsen-Anhalt können Ferienkinder auf Burg Posterstein das neue Osterferien-Rätsel „Hartgekochte Eierfakten“ lösen. Henne Henriette, ein seltenes Postersteiner Prachthuhn, verrät darin spannende Fakten rund ums Osterfest – von der Geschichte des Eierfärbens über Haltbarkeitstipps bis hin zu Schokoladeneiern. Für das Rätsel ist keine Voranmeldung nötig; Besucherinnen und Besucher kommen einfach während der Öffnungszeiten zur Burg.

Das Osterferienprogramm läuft noch bis zum 19. April. Parallel dazu ist weiterhin die Wanderausstellung „Gesichter der Wismut“ zu sehen, die seit ihrer Eröffnung am 25. Januar 2026 bereits rund 3.000 Besucherinnen und Besucher angezogen hat.

Neugestalteter Burghof und neues Plateau mit „Hüpfstein“

Der Burghof von Burg Posterstein wurde neugestaltet und erweitert – ein lohnendes Ziel für einen Osterausflug. Dank Mitteln aus dem Regionalbudget ist das kleine Plateau neben dem Nordflügel jetzt begehbar. Dort, an der nordwestlichen Steilseite, lag bis 1778 der historische Palas; erhalten sind eine Mauer und eine Tür. Bei trockenem Wetter bietet der Felsvorsprung neben den Rosenpflanzen nun eine Aussicht ins Dorf.

Der „Kinderburg“-Brunnen wurde an das Plateau verlegt und mit einer aktualisierten Hörstation ergänzt. Neu ist der interaktive „Hüpfstein“: Durch Hüpfen erzeugen Kinder Strom für eine zusätzliche Hörstation, die erklärt, was kleine Ritter und Burgfrauen lernten und ob sie ihre Berufswünsche selbst wählen durften.
 

Der „Kinderburg“-Brunnen (Foto: Museum Burg Posterstein)
Museumsmitarbeiterin Marlene Hofmann testet die neuen Hörstationen auf dem Aussichtsplateau (Foto: Museum Burg Posterstein)

Ausstellung „Gesichter der Wismut“ — Hintergrund und Rezeption

Die Ausstellung „Gesichter der Wismut“ entstand zwischen 2022 und 2024 im Projekt der Gedenkstätte Amthordurchgang in Gera. Jugendliche sammelten Brigadetagebücher, Urlaubsfotos, Restaurantkarten, Propagandamaterial, Punk-Songs und weitere Objekte; daraus entstand eine vielstimmige Auseinandersetzung mit dem Uranbergbau der Wismut und seinen Spuren in Erzgebirge und Ostthüringen. Themen sind unter anderem alte Schachtanlagen, Straßennamen, Wohnarchitektur sowie individuelle Familienbiografien und Traditionen.

Schülerinnen und Schüler aus Gera dokumentierten lokale Stimmen und Eindrücke, verarbeiteten diese künstlerisch und forschend und stellten Fragen zur gemeinsamen Erinnerungskultur. Seit Januar erreichten die Kuratorin Rike Schreiber und das Museumsteam zahlreiche Nachfragen, Objektspenden und biografische Schilderungen aus der Bevölkerung. In Führungen diskutiert Schreiber verschiedene Erzählformen, lädt zum intergenerationalen Dialog ein und thematisiert Partizipationsmöglichkeiten.

Die Ausstellung hat seit der Eröffnung bereits rund 3.000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet; viele kommen gezielt dafür nach Burg Posterstein.

Weiterer Projektverlauf und kommende Stationen

„Gesichter der Wismut“ reist im Jahresverlauf weiter nach Zinnowitz an der Ostsee und nach Witten im Ruhrgebiet, um die partizipative ostthüringische Geschichtsforschung weiteren Publikumskreisen vorzustellen.

Parallel arbeitet die Gedenkstätte Amthordurchgang an einem neuen Jugendprojekt unter dem Titel „Was vom Yellow Cake übrigblieb“: Geplant sind Projektwochen, Kunst-AGs und ein künstlerisch-forschendes Ausstellungsprojekt, das postindustrielle Gegenwart, Ost-West-Strukturvergleiche und Zukunftsfragen thematisiert. Gefördert wurden beide Projekte unter anderem von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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