Termine: 10. März 2026, 19.00 Uhr
im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg
Mehr als nur Obst – Das Ökosystem Streuobstwiese als Hotspot der Biodiversität.
Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Lebensräume verschwinden, Arten gehen zurück – direkt vor unserer Haustür. Das betrifft auch Streuobstwiesen – sie gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Europas und bieten zahlreichen Pflanzen- und Tierarten einen wertvollen Rückzugsraum. In vielen Gebieten des Altenburger Landes prägen Streuobstwiesen seit Jahrhunderten das Landschaftsbild. Besonders im Frühling ist ihre Blütenpracht eine Augenweide, garantieren aber auch zu jeder Jahreszeit ein Naturerlebnis. Aber was unterscheidet eine Streuobstwiese von einer Obstplantage? Bei der Streuobstwiese erlaubt die lockere, verstreute Anordnung der hochstämmigen Obstbäume eine Mehrfachnutzung: die Obstgewinnung in der „oberen Etage“ einerseits, zugleich aber auch die „Unternutzung“ als Mähwiese zur Heugewinnung oder als Viehweide. Die Bäume zeichnen sich durch ihr unterschiedliches Alter aus, haben genug Platz um große Baumkronen auszubilden und auch in Würde altern zu können und liefern natürlich gesundes und vor allem regionales Obst, ohne Pestizide und Dünger.
Die Natura 2000-Station "Osterland" setzt sich aktiv für den Schutz, die Pflege und den Erhalt dieser wertvollen Biotope ein. Die Referenten Tobias Eggert & Anett Roßberg von der Natura 2000 Osterland-Station im Altenburger Land informieren in ihrem Vortrag „Mehr als nur Obst – Das Ökosystem Streuobstwiese als Hotspot der Biodiversität“ am 10. März um 19 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg über bestehende Fördermöglichkeiten sowie die fachgerechte Sanierung und Pflege von Streuobstwiesen. Interessenten sind herzlich zum Vortrag eingeladen!
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