Dank einer großzügigen Schenkung durch den Zeichner und Grafiker Matthias Beckmann kann das Lindenau-Museum Altenburg 68 Zeichnungen des Künstlers neu in seine Sammlung aufnehmen. Die Arbeiten zeigen Motive des „alten“ Museumsgebäudes am Fuße des Schlossberges.
Seinen Druckbleistift hat der Berliner Künstler Matthias Beckmann immer dabei: Zeichnungen aus öffentlichen Räumen und Institutionen wie Museen, Künstlerateliers, Kirchen oder Fabriken sind sein Markenzeichen. Dabei unterscheidet Beckmann nicht zwischen alltäglichen Objekten und Kunstwerken: Jedes „Ding“ wird mit dem Bleistift ohne Hierarchie erfasst.
Als er 2015 gebeten wurde, im „alten“ Lindenau-Museum zu zeichnen, brachte genau diese Herangehensweise Erstaunliches zutage: Zwischen Zeichnungen von Gemälden und Gipsabgüssen erscheinen Klapphocker im Museum, ein Musiker während einer Probe am Piano oder Kinder während eines Zeichenkurses. Damit stellen die Werke zugleich ein Zeugnis der Vergangenheit des Lindenau-Museums dar und bieten einen eindrucksvollen Blick zurück.
Matthias Beckmann wurde 1965 im nordrhein-westfälischen Arnsberg geboren. Sein Studium absolvierte er an der Kunstakademie Düsseldorf sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Heute lebt er in Berlin. Beckmann erhielt für sein Wirken neben zahlreichen Stipendien und Förderungen auch den Albert-Stuwe-Preis für Zeichnung 2010.
Nun hat er dem Lindenau-Museum 68 seiner „Altenburger“ Zeichnungen geschenkt.
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