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Der Biber in Ostthüringen: Wiederbesiedlung und neue Herausforderungen |

(Foto: S. Heidler)

Der Biber in Ostthüringen: Wiederbesiedlung und neue Herausforderungen

Kunst, Kultur & Freizeit Pressemitteilungen
20.04.2026, 10:34 Uhr
Von: S. Heidler/K. Worschech
Am 28. April (19 Uhr) referiert Silvio Heidler im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg über die Wiederbesiedlung des Bibers in Ostthüringen, dokumentierte Wanderachsen entlang der Weißen Elster und konkrete Konfliktlösungen.

Vortragsveranstaltung: Silvio Heidler (Gera): Der Biber in Ostthüringen – Wiederbesiedlung und neue Herausforderungen

Termin:28. April 2026 um 19 Uhr
Veranstaltungsort:  Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg

 
Jedes Kind kennt ihn mittlerweile wieder in Thüringen – Meister Bockert, den pelzigen Gesellen mit seiner „Kelle“. Seit 2007 ist er wieder auf dem Vormarsch und hinterlässt mittlerweile in allen thüringischen Landkreisen seine Spuren. Eine lange Zeit war das nicht so: Über 150 Jahre gab es keine Biberreviere in Thüringen, denn ab 1850 galt das Pelztier als ausgestorben.

Als letzten Landkreis in Thüringen erreichte der Biber 2024 das Altenburger Land. Im Nachbarlandkreis wurde die Zuwanderung der Biber bereits 2020 im Großraum Gera beobachtet.

Der Referent Silvio Heidler (Gera) hat unzählige Stunden auf der Lauer hinter seiner Kamera verbracht, ist viele Kilometer entlang der Gewässern gelaufen auf der Suche nach Biberspuren und hat eine Menge Aufnahmen von Wildkameras gecheckt. In seinem Vortrag am 28. April um 19 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg wird er seine Eindrücke und die Besonderheiten dieser Wiederbesiedlung bei Gera schildern. Natürlich weiß er auch von ersten "Problemen", wie z. B. geflutete Agrarflächen, Unterhöhlungen und gefällte Bäume, zu berichten. Als Biberberater ist er bei Problemen vor Ort und versucht, Impulse zur friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Biber zu setzen.

Die Zuwanderung des Bibers im Großraum Gera ist lückenlos dokumentiert. Durch ein parallel laufendes Fischotter-Projekt, in welchem eine Vielzahl von Wildkameras zum Monitoring eingesetzt wurden, erhielt man nebenbei auch wertvolle Informationen über die Besiedlungsorte des Bibers. Die Besonderheit – aus südlicher Richtung wanderten die Biber aus Bayern und Sachsen die Weiße Elster flussabwärts und aus Sachsen-Anhalt von der Elbe her zogen die Biber die Weiße Elster stromaufwärts. In Gera trafen sich beide Populationen, was zur Bildung von sehr vielen Revieren in den letzten 3 Jahren führte. In allen neu entstandenen Biber-Revieren gab es jährlich Nachwuchs, was zusätzlich Druck auf die Fläche gab. Zwischenzeitlich sind Biber in ausnahmslos allen Zuflüssen der Elster anzutreffen und fast monatlich gibt es Meldungen zu neuen Revieren, teils an völlig unerwarteten Orten.

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