Folgenreiche Entdeckung am „Tag der Archive“: Altenburg ein Jahr älter — 1050‑Jahr‑Feiern abgesagt - ABG-Net.de
Anzeige
Klinikum 5

Folgenreiche Entdeckung am „Tag der Archive“: Altenburg ein Jahr älter — 1050‑Jahr‑Feiern abgesagt

Kunst, Kultur & Freizeit Pressemitteilungen
01.04.2026, 09:07 Uhr
Von: Stadtverwaltung Altenburg
Bei einer neuen Begutachtung der Schenkungsurkunde Kaiser Ottos II. entdeckte ein emeritierter Mittelalterhistoriker eine verkrustete Fettablagerung, die die Jahreszahl verfälschte: Statt 976 steht dort offenbar 975 — die geplanten 1050‑Jahr‑Feierlichkeiten werden abgesagt.

Altenburg - Böse Überraschung am „Tag der Archive“: Ein emeritierter Professor für mittelalterliche Geschichte hat bei einer genauen Untersuchung auf der Schenkungsurkunde von Kaiser Otto II, die bekanntlich die namentliche Ersterwähnung Altenburgs enthält, eine folgenschwere Verunreinigung entdeckt. Demnach datiert das historische Dokument nicht auf 976 sondern auf 975 – wegen einer verkrusteten Fettablagerung sieht die 5 wie eine 6 aus. „Dass das vor mir noch niemandem aufgefallen ist, ist merkwürdig“, so der Gelehrte, der vorsichtshalber nicht namentlich zitiert werden möchte. „Mir ist klar, dass ich jetzt wie ein Spielverderber dastehe.“

Da die Schenkungsurkunde das einzige historische Zeugnis der namentlichen Ersterwähnung Altenburgs ist, quasi die Geburtsurkunde der Stadt, kann kein Zweifel daran bestehen, dass Altenburg ein Jahr älter ist, als bislang angenommen. Die wissenschaftliche Neubewertung hat weitreichende Konsequenzen. So müssen die geplanten Feierlichkeiten zum Jubiläum „1050 Jahre Altenburg“ entfallen, denn das war ja schon 2025. Die Organisatoren bedauern die Entscheidung zutiefst, beugen sich aber schweren Herzens der historischen Wahrheit. „Was bleibt uns anderes übrig, die Entdeckung des Professors kommt sowieso irgendwann raus“, heißt es in der Erklärung des Organisationsbüros.

Altenburgs Oberbürgermeister, in den langen Jahren im Amt robust geworden, lässt sich ob der schlechten Nachricht nicht die gute Laune verderben. „Ich sehe das Positive: Wir haben jetzt überraschend viel Geld übrig, das wir für die Feierlichkeiten eingeplant hatten. Damit können wir endlich die verschollene Amtskette anfertigen lassen, welche aus purem Gold ist, dafür fehlten bislang immer die Mittel“, so das Stadtoberhaupt.

Heikel ist die juristische Bewertung: Weil die bisherigen Gesetze und Satzungen ohne das Fundament, die Schenkungsurkunde, auf einem Irrtum datieren, sind sie gewissermaßen auf Sand gebaut. Altenburg ist dem Rechts-Charakter nach ein Phantom, hat den Status als Stadt verloren. Dieses Problem ließe sich rasch nur durch eine Fusion mit einer angrenzenden Nachbargemeinde lösen – der Oberbürgermeister hat vorsorglich schon Unterhändler ausgesandt. Er verspricht: „Wenn zum Beispiel Schmölln oder Nobitz uns nehmen, gibt es die goldene Amtskette als Mitgift.“  

Kommentare

CAPTCHA CAPTCHA
ALTENBURGER LAND AKTUELL +++ Innenminister Georg Maier übergibt Eingliederungsprämie in Dobitschen +++ Leitungswechsel an der Volkshochschule Altenburger Land +++ Ostern auf Burg Posterstein — Oster‑Rätsel & neues interaktives Highlight +++ Inselzoo Altenburg: Osterprogramm, verlängerte Öffnungszeiten und Osterquiz +++ Neues Gebäudemodernisierungsgesetz: Zurück in die Vergangenheit? +++