Altenburg - Bei der Sonntagsführung am 26. April 2026 um 14 Uhr widmet sich der Kulturwissenschaftler Marco Karthe im Schlossmuseum im Residenzschloss Altenburg dem Leben von Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601–1675, genannt „der Fromme“).
Macht, diplomatisches Geschick und persönliche Überzeugungen sind untrennbar mit Ernst dem Frommen, Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg, verbunden und haben bis heute einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch wie kam es dazu, dass er aus dem Hause Sachsen-Weimar nach Altenburg gelangte und dort eine so herausragende Rolle spielte? Die Führung mit Marco Karthe widmet sich diesen und weiteren Fragen.
Ernst der Fromme stammte aus dem bedeutenden Haus Wettin und regierte ab 1640. Seine Regierungszeit war geprägt von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges. Die religiösen Umwälzungen, gepaart mit den politischen Spannungen jener Zeit, ließen ihn früh erkennen, dass es für einen regierenden Fürsten um mehr als nur politische Allianzen ging. Er musste sich als Mann des Glaubens und als Politiker beweisen, der den Wohlstand seines Territoriums sichern wollte.
Dabei strebte er die Vereinigung von Gebieten an, um seine politische Macht zu konsolidieren und zu stabilisieren. Durch die Heirat mit Elisabeth Sophie von Sachsen-Altenburg gelang ihm eine erhebliche Vergrößerung seines Herrschaftsgebiets. Altenburg prägte er fortan nicht nur politisch, sondern auch kulturell und religiös. Die Gründung von Schulen sowie das Vorantreiben der wissenschaftlichen und künstlerischen Entwicklung waren weitere zentrale Bestandteile seines Regierungsprogramms.
Sonntag, 26. April 2026, 14 Uhr
Sonntagsführung: Eine gute Partie – Wie Ernst der Fromme zu Altenburg kam
mit Marco Karthe
im Schlossmuseum | Residenzschloss Altenburg
Teilnahme: 3 € p. P.
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