Altenburg - Zum 1050-jährigen Stadtjubiläum Altenburgs lädt Kunsthistoriker Vincent Rudolf am Donnerstag, dem 13. August 2026, um 18 Uhr zu einer besonderen Stadtführung ein. Im Rahmen eines rund anderthalbstündigen Rundgangs durch das historische Stadtzentrum steht dabei ein Baumeister im Mittelpunkt, der das heutige Stadtbild bis heute prägt: Johann Georg Hellbrunn (1674–1753).
Unter dem ungewöhnlichen Titel „Barocker Bauwurmb?“ begibt sich Vincent Rudolf auf Spurensuche nach den Bauwerken Hellbrunns. Noch heute sind seine Gebäude im innerstädtischen Bereich deutlich sichtbar – und ziehen mit ihren aufwendigen Fassaden die Blicke auf sich. Besonders eindrucksvoll ist etwa das Seckendorffsche Palais am Brühl. Ebenso bemerkenswert: das unmittelbar benachbarte Amts- und Landschaftshaus, das das Ensemble am Brühl mitgestaltet und zur besonderen architektonischen Stimmung des Quartiers beiträgt.
Während der Führung werden mehrere bis heute erhaltene Hellbrunn-Bauwerke besucht. Dabei geht es nicht nur um die architektonischen Besonderheiten der einzelnen Gebäude. Ebenso werden die Nutzungsgeschichte und die Entwicklung der Bauwerke seit ihrer Entstehung erläutert. Im Mittelpunkt steht außerdem der Blick auf Leben und Werk Johann Georg Hellbrunns – denn obwohl seine Bauwerke in Altenburg weithin bekannt sind, ist seine Person in weiten Teilen in Vergessenheit geraten. Genau hier setzt die Führung an und greift damit auch die Frage nach dem „Barocken Bauwurmb“ auf.
Die Stadtführung startet am Brühl und dauert etwa anderthalb Stunden. Bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung.
Kommentare