Mit Witold Gombrowiczs „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ bringt das Theater Altenburg Gera eine bitterböse und zugleich hochkomische Theatergroteske auf die Bühne. Die spartenübergreifende Produktion von Schauspiel und Puppentheater feiert am Samstag, 12. September 2026, um 19.30 Uhr im Theaterzelt Altenburg Premiere.
Bereits am Sonntag, 6. September, gibt eine öffentliche Matinee Einblicke in die Inszenierung. Beginn ist um 11 Uhr im Heizhaus Altenburg. Der Eintritt ist frei.
In Gombrowiczs Stück stellt der burgundische Thronfolger Prinz Philipp aus einer Laune heraus eine junge Frau aus dem einfachen Volk als seine Verlobte vor. Yvonne ist wortkarg, apathisch und passiv. Gerade dadurch bringt sie den Prinzen und den gesamten Hofstaat zunehmend aus dem Gleichgewicht. Die Mitglieder der royalen Gesellschaft fühlen sich mit ihren eigenen Widersprüchen konfrontiert und sehen schließlich nur noch einen scheinbaren Ausweg: Yvonne muss verschwinden.
Das 1935 entstandene Werk des polnischen Schriftstellers Witold Gombrowicz gilt als Meisterwerk des absurden Theaters. Auf bissige und groteske Weise hält es der Gesellschaft den Spiegel vor. Im Zentrum stehen die Angst vor dem Fremden, der Zwang zur Anpassung und die Frage, wie eine Gemeinschaft mit Menschen umgeht, die sich ihren Erwartungen entziehen.
Um diese Dynamik auf der Bühne erlebbar zu machen, verbinden Schauspiel und Puppentheater ihre unterschiedlichen künstlerischen Mittel. Die Inszenierung und das Bühnenbild verantwortet Frank Alexander Engel. Kerstin Schmidt entwirft die Kostüme und Puppen. Die musikalische Leitung, Komposition und das Sounddesign übernimmt Christian Claas.
Informationen und Karten gibt es an den Theaterkassen, telefonisch unter 03447 585160 in Altenburg sowie unter 0365 8279105 in Gera und online auf der Website des Theaters Altenburg Gera.
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