Der Bankier Karl-Ludwig Kamprath hat den Altenburger Museen sechs historische Perlkrüge geschenkt. Die seltenen Keramikstücke sollen im Februar 2027 erstmals öffentlich vorgestellt werden.
Das Schlossmuseum im Residenzschloss Altenburg erhält Zuwachs: Sechs Altenburger Perlkrüge sind durch eine Schenkung des Bankiers Karl-Ludwig Kamprath in den Besitz der Altenburger Museen übergegangen. Kamprath überbrachte die Stücke bei einem Besuch im Residenzschloss persönlich.
Die Verbindung des Schenkers zur Stadt ist eng: Kamprath wurde in Altenburg geboren und zog 1959 nach München. Ab 1968 arbeitete er beim Sparkassenverband Bayern. Zuletzt war er Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse München-Starnberg. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Perlendekorationen auf Keramik aus Altenburger Töpfereien sind seit etwa 1690 bekannt. Im 18. Jahrhundert erreichte die Gestaltung ihren Höhepunkt. Auf Bierkrügen, Kannen, Dosen und anderen Gefäßen wurden kleine Tonperlen in Blau, Schwarz, Weiß oder Braun zu kunstvollen Mustern zusammengesetzt.
Ranken, Rosetten und umlaufende Friese prägen das charakteristische Dekor. Die Perlkrüge zeichnen sich sowohl durch die aufwendige handwerkliche Technik als auch durch die Verbindung verschiedener Materialien aus. Weil diese besondere Kunstform nur kurzzeitig blühte, sind die Stücke heute seltene Sammlerobjekte.
Museumsdirektor Dr. Roland Krischke begrüßte die Schenkung. Die sechs Exponate erweiterten den Bestand des Museums in diesem Sammlungsbereich bedeutend und seien zugleich ein Zeichen für die überregionale Wahrnehmung des Schlossmuseums und der Altenburger Museen, erklärte er.
Erstmals öffentlich gezeigt werden die Perlkrüge im Februar 2027. Sie sollen dann Teil der Veranstaltungsreihe „Kaffeekränzchen“ sein.
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