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SPD-Fraktion sieht Jugendbefragung als Impuls für Schmölln |

(Foto: SPD Schmölln / A. Burkhardt)

SPD-Fraktion sieht Jugendbefragung als Impuls für Schmölln

Politik Familie, Kinder & Jugend
10.09.2026, 09:21 Uhr
Von: SPD-Fraktion Schmölln
469 Jugendliche haben an der Schmöllner Jugendbefragung teilgenommen. Die SPD-Fraktion fordert nun einen Jugenddialog und konkrete Maßnahmen für bessere Angebote und mehr Beteiligung.

Schmölln - 469 Jugendliche haben sich an der Jugendbefragung der Stadt Schmölln beteiligt. Für die SPD-Fraktion ist das Ergebnis eine wichtige Grundlage, um die Jugendpolitik weiterzuentwickeln. Nun müssten aus den Rückmeldungen konkrete Maßnahmen entstehen.

Die Befragung war von der SPD-Fraktion initiiert und gemeinsam mit dem Stadtrat und der Stadtverwaltung auf den Weg gebracht worden. „Wir wollten nicht über Jugendliche reden, sondern mit ihnen“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Jonas Kießhauer. Er kenne aus eigener Erfahrung das Gefühl, als Jugendlicher mit den eigenen Anliegen nicht ausreichend gehört zu werden.

Durch die Befragung sei nun besser erkennbar, welche Themen der jungen Generation wichtig sind und wo sie Verbesserungsbedarf sieht. Diese Erkenntnisse müssten gemeinsam mit der Verwaltung und den Jugendlichen in konkrete Politik übersetzt werden, so Kießhauer.

Mehr Informationen über bestehende Angebote

Einen kurzfristig umsetzbaren Ansatz sieht die SPD-Fraktion bei Information und Kommunikation. Jeweils 42,2 Prozent der Jugendlichen erkennen bei den bestehenden Angeboten in diesen Bereichen Verbesserungspotenzial.

Die Stadtverwaltung sollte deshalb nach Ansicht der Fraktion stärker darauf achten, vorhandene Angebote bekannter zu machen und Informationen dort zu verbreiten, wo Jugendliche tatsächlich erreicht werden.

Geringe Beteiligung an Jugendverbänden

Sorge bereitet der SPD-Fraktion außerdem die geringe Einbindung junger Menschen in organisierte Strukturen. 70,7 Prozent der Befragten gaben an, Angebote von Jugendverbänden nie zu nutzen. Nur 12,7 Prozent können sich vorstellen, sich in einer Jugendinitiative zu engagieren.

„Diese Zahlen müssen uns aufhorchen lassen. Ehrenamt und Engagement sind eine wichtige Grundlage für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander. Gleichzeitig dürfen wir daraus keinen Vorwurf an die Jugendlichen machen“, betonte Matthias Mielke. Gemeinsam mit den Verbänden müsse herausgefunden werden, welche Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten junge Menschen tatsächlich ansprechen.

Jugenddialog soll konkrete Maßnahmen hervorbringen

Die SPD-Fraktion spricht sich deshalb für eine zweite Beteiligungsrunde in Form eines Workshops oder Jugenddialogs aus. Gemeinsam mit den Jugendlichen soll erarbeitet werden, welche Freizeitangebote und Möglichkeiten zur Mitwirkung gewünscht werden und welche davon in einer Kleinstadt wie Schmölln realistisch umgesetzt werden können.

Ziel müsse ein konkreter Maßnahmenplan sein. Dazu gehöre auch eine gute Infrastruktur für Kinder und Jugendliche. Die SPD-Fraktion habe den Umbau des Spielplatzes in Nöbdenitz und den Bau des Spielplatzes in Lumpzig maßgeblich unterstützt. In den kommenden Haushaltsverhandlungen will sie sich außerdem dafür einsetzen, dass die Sanierung des in die Jahre gekommenen Skaterparks höchste Priorität erhält.

Die Jugendbefragung zeige eine gute Ausgangslage, aber auch klare Aufgaben, fasste Jonas Kießhauer zusammen. Die Ergebnisse seien daher kein Endpunkt, sondern ein wichtiger erster Schritt, aus dem sichtbare Verbesserungen für junge Menschen in Schmölln entstehen sollten.

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