Im Landkreis Altenburger Land machen sich mit steigenden Temperaturen und feuchten Nächten Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Leider überleben viele dieser Tiere die Reise nicht, da sie häufig stark befahrene Straßen überqueren müssen. Autofahrer werden daher in den kommenden Wochen um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten.
Die Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes Altenburger Land stellen mobile Leiteinrichtungen auf und betreuen die fest installierten Schutzzäune. Noch werden dringend ehrenamtliche Helfer gesucht, um die Sicherheit der Amphibien zu gewährleisten.
Fest installierte Amphibienschutzzäune mit kleinen Tunneln sind in einigen Bereichen des Altenburger Landes seit vielen Jahren vorhanden und ermöglichen den Tieren ein gefahrloses Unterqueren der Straßen. Diese Zäune werden regelmäßig gereinigt und bei Bedarf repariert.
Mobiler Schutz wird dort angeboten, wo noch keine ortsfesten Einrichtungen existieren. Die mobilen Zäune werden mit Fang-Eimern versehen, die morgens und abends kontrolliert werden. Die gefangenen Amphibien werden sicher zu ihren Laichgewässern transportiert. Wichtiger Hinweis: Die Eimer dürfen nicht eigenmächtig geleert werden, um die statistische Auswertung nicht zu beeinträchtigen.
Der Landschaftspflegeverband initiiert zudem einen Amphibienstammtisch, um Probleme und Aufgaben mit den Betreuern zu besprechen. Diese Treffen sind auch für Interessierte offen, bei denen alle wichtigen Grundlagen für die Helfer erläutert werden. Grundkenntnisse sind nicht erforderlich; lediglich die Bereitschaft, die Fangeimer zweimal täglich zu leeren, wird erwartet. Freiwillige erhalten eine kleine finanzielle Aufwandsentschädigung.
Interessenten können sich direkt beim Landschaftspflegeverband Altenburger Land oder bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises melden. Hinweise über gefährdete Amphibienwanderstrecken ohne Schutzzäune werden ebenfalls gerne entgegengenommen.
| mobil | Länge |
|---|---|
| Gimmel | 155 m |
| Saara | 450 m |
| Leinawald-Märchensee | 650 m |
| Niederarnsdorf | 190 m |
| Hainichen | 115 m |
| Beerwalde | 165 m |
| Langenleuba-Niederhain | 375 m |
| Nirkendorf | 280 m |
| Ponitz | 490 m |
| Löbichau | 125 m |
| Dölzig | 145 m |
| Gesamt | 3.140 m |
| stationär | |
| Brandrübel Stausee | 370 m |
| Leinawald L 260 | 695 + 715 + 690 + 710 m |
| Brandrübel Kiesgrube | 180 m |
| Pahna* | 745 m |
| Gesamt | 3.360 m |
*Im Zuge der Straßensanierung in Pahna, wurden feste Krötentunnel eingebaut. Das heißt an dieser Stelle können die Amphibien selbstständig anwandern. Der Standort wird also nicht täglich zur Kontrolle und Zählung begangen. Dennoch kontrolliert und reinigt der LPV die Bauwerke mind. 1x jährlich.
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