Altenburg. Am Montag, dem 30. März, 18 Uhr, sind Dörte Ernst und Steffi von dem Fange, politische Bildnerinnen vom Lernort Weimar e.V., in der „Akademie in der Aula“ in der Volkshochschule Altenburg zu Gast. Thema ihres Vortrages: „Nationalsozialistische Eugenikverbrechen in Thüringen“.
Von 1934 bis 1945 wurden in Deutschland mindestens 300.000 Menschen in Kliniken und „Heilanstalten“ ermordet. Weitere etwa 400.000 Menschen wurden zwangssterilisiert. Ermöglicht wurden diese Verbrechen durch die allgemeine Akzeptanz der Ideen der „Rassenhygiene“: Danach seien einige Menschen aufgrund von Krankheit, Behinderung oder sozialer Auffälligkeit „minderwertig“ und müssten an der Fortpflanzung gehindert oder gar getötet werden.
In die nationalsozialistischen Eugenikverbrechen war das gesamte Gesundheitssystem eingebunden – von Ärzten und Pflegepersonal über verschiedene Ämter und Ministerien bis hin zu Gerichten. Thüringen tat sich dabei als nationalsozialistischer „Mustergau“ besonders hervor. In ihrem Vortrag stellen Dörte Ernst und Steffi von dem Fange zentrale Aspekte der NS-Eugenikverbrechen in Thüringen vor. Besonderes Augenmerk legen sie dabei auf das Landesamt für Rassewesen in Weimar und die Landesheilanstalten Stadtroda.
Der Eintritt ist frei. Die Volkshochschule empfiehlt jedoch eine Platzreservierung: telefonisch unter 03447 507928 oder online unter www.vhs-altenburgerland.de.
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