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Dohlen und Mauersegler kehren zurück an die Burg Posterstein | Panoramafenster Nordflügel Burg Posterstein

Panoramafenster Nordflügel Burg Posterstein (Foto: Landratsamt Altenburger Land)

Dohlen und Mauersegler kehren zurück an die Burg Posterstein

Pressemitteilungen
02.04.2026, 15:48 Uhr
Von: Franziska Ducklaus, Öffentlichkeitsarbeit Landratsamt Altenburger Land
Dohlen und Mauersegler sind nach der Turmsanierung an der Burg Posterstein zurückgekehrt — ihre Zahl übersteigt die Beobachtungen von 2024; Vogelschutzmaßnahmen während der Bauarbeiten zeigten Wirkung.

Posterstein. Im vergangenen Jahr wurde der Turm der Burg Posterstein saniert. Zum Schutz der tierischen Bewohner wurde die Baumaßnahme artenschutzfachlich begleitet – ein voller Erfolg, wie sich jetzt zeigt. Denn die Dohlen und Mauersegler sind nicht nur zurück, sondern es wurden auch mehr Vögel als im Jahr 2024 beobachtet.

Die Fachgutachterin Anja Rohland von der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e. V. hatte die Sanierungsmaßnahme im vergangenen Jahr begleitet. Sie sorgte unter anderem dafür, dass die Löcher in der Turmfassade von den Sanierungsarbeiten unberührt blieben, sodass die Nist- und Brutplätze der Dohlen und Mauersegler nicht zerstört wurden und die Vögel sich trotz der Baumaßnahme ansiedeln konnten. Auch Fledermäuse sind potenzielle Nutzer solcher Löcher und halten darin gern Winterschlaf. Gefunden oder beobachtet hatte Anja Rohland diese jedoch nicht.

In der Dokumentation ihrer Beobachtungen aus dem Jahr 2024 hatte sie neben zahlreichen Mauerseglern auch ein Dohlenpaar aufgezeichnet. Mittlerweile ist von drei bis vier Paaren auszugehen, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass sich die Tiere hier wohlfühlen.

Der Bestand der Mauersegler ist in Deutschland rückläufig. Sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Als ehemalige Felsenbrüter bauen sie ihre Nestmulden gern in Hohlräumen im Mauerwerk von Gebäuden. Daher ist es besonders relevant, dass bei Sanierungsarbeiten die Nistmöglichkeiten für die Mauersegler nicht verloren gehen.

Neben der Sanierung des Burgfrieds hat die Burg Posterstein einen neuen Anbau erhalten – die Grundsteinlegung für den Nordflügel war Ende 2023. Der Innenausbau soll in diesem Jahr weitergehen. Teil des Anbaus ist eine nach Norden liegende Fensterfront, bestehend aus drei großen Panoramafenstern, die einen tollen Blick auf Posterstein ermöglichen.

Bei einem Vororttermin mit dem Bauherren, vertreten durch den Fachbereich Bildung und Infrastruktur, der unteren Naturschutzbehörde, der Staatlichen Vogelschutzwarte Seebach und den „Burgherren“ Klaus und Marlene Hofmann, wurde die Verglasung aus Vogelschutzsicht besprochen.

Bei größeren Glasfronten könnte es passieren, dass die Vögel anprallen. Dann müssen unbedingt Maßnahmen ergriffen werden, die das verhindern. Die Familie Hofmann beobachtet die Fenster schon seit einiger Zeit und konnte bisher keinen Anprall feststellen.

Mit Nora Thiess, Mitarbeiterin der Staatlichen Vogelschutzwarte Seebach, wurde ein Monitoring besprochen, um die Gefahr für die Vögel auszuschließen. Bleibt es dabei, dass die Vögel problemlos drumherum fliegen, werden die Panoramafenster so belassen. Andernfalls müsste ein getestetes Muster aufgebracht werden, das das Hindernis – in diesem Fall die Glasscheibe – für die Vögel sichtbar macht.
 

Dohlen auf Burg Posterstein (Foto: Marlene Hofmann)
Dohlen auf Burg Posterstein (Foto: Petra Nienhold)

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