Altenburg — Die Bauarbeiten an der Pleißebrücke in Zschechwitz (bei Ehrenberg) wurden im Mai abgeschlossen. Durch wiederholte Hochwasserereignisse war der aus Natursteinen bestehende Kolkschutz am Fundament der nördlichen Widerlagerseite großteils weggespült worden; zugleich wurde die Otterberme, der Laufweg für den Fischotter, zerstört. Um Schäden am Brückenwiderlager zu verhindern, war die Wiederherstellung des Kolkschutzes dringend erforderlich: Flussströmungen können Wirbel (Kolke) erzeugen, die den Untergrund ausspülen und Hohlräume bilden, welche Fundamente gefährden.
Die Fachfirmen verbauten große Wasserbausteine in ein vorbereitetes Betonbett; die Arbeiten erfolgten vom Flussbett aus, sodass es zu keiner Verkehrsbeeinträchtigung auf der über die Brücke führenden Kreisstraße kam. Durch die Maßnahmen sind die Uferstreifen und damit die Otterberme wiederhergestellt, wodurch Fischottern das sichere „Zu-Fuß“-Passieren der Uferbereiche erleichtert wird. Ohne Otterberme klettern Tiere häufig an den Straßengräben hoch und überqueren Straßen – ein hohes Risiko für die streng geschützte Art.
Der Fachdienst Straßenbau- und Straßenverwaltung des Landkreises Altenburger Land begleitete und überwachte die Maßnahme; die Kosten beliefen sich auf rund 60.000 Euro.
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