Kriminelle versuchen derzeit, mit einer gefälschten Internetseite an persönliche Daten von Verbraucher:innen zu gelangen. Dabei missbrauchen sie den Namen der Verbraucherzentrale und ahmen das vertraute Erscheinungsbild von deren Webseite nach. Die Verbraucherzentrale Thüringen warnt: Wer auf der Fake-Seite Daten eingibt, riskiert, dass diese für Betrugsversuche genutzt werden.
Die Masche ist tückisch, weil die gefälschte Webseite auf den ersten Blick seriös wirkt. Farben, Gestaltung und Logos ähneln denen des Verbraucherzentrale-Auftritts und können Vertrauen wecken. Auf den zweiten Blick fällt jedoch auf, dass wichtige Angaben wie beispielsweise ein Impressum oder Informationen zu den Beratungsangeboten fehlen. Außerdem entspricht das verwendete Design dem alten Aussehen der Homepage. Die Verbraucherzentralen präsentieren sich seit Wochenbeginn bundesweit mit einem neuen Internetauftritt.
Phishing-Versuche, bei denen sich Kriminelle als angebliche Verbraucherschützer:innen ausgeben, gibt es immer wieder. Bei dieser neuen Masche werden Verbraucher:innen zunächst im Namen der Verbraucherzentrale angerufen und ihnen wird angeblich Hilfe angeboten. Wer darauf eingeht, wird auf eine gefälschte Webseite gelotst. Dort sollen die Angerufenen verschiedene Daten wie beispielsweise Name, Telefonnummer und E-Mail eingeben.
„Die Verbraucherzentralen rufen Menschen nicht einfach an, um ungefragt Hilfe anzubieten und sie aufzufordern, Daten auf einer Webseite einzugeben”, sagt Ralf Reichertz, Referatsleiter Recht bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Betroffene sollten auf solche dubiosen Anrufe nicht eingehen und direkt auflegen. Im Zweifelsfall hilft auch eine Nachfrage bei der Verbraucherzentrale vor Ort.
Bei Anrufen sollten Verbraucher:innen generell misstrauisch werden, wenn:
Die Verbraucherzentrale Thüringen rät: Internetadressen immer sorgfältig prüfen und die Seite der Verbraucherzentrale am besten direkt über die bekannte Adresse vzth.de bzw. verbraucherzentrale.de aufrufen. Links aus verdächtigen Nachrichten sollten nicht angeklickt werden.
Das sollten Verbraucher:innen tun, wenn sie Daten preisgegeben haben:
Auch nach dem Vorfall ist Aufmerksamkeit wichtig. Gestohlene Daten können später für weitere Betrugsversuche genutzt werden, etwa für Phishing-Mails, betrügerische Anrufe oder ungewollte Vertragsabschlüsse.
Weitere Informationen und Beratung gibt es bei der Verbraucherzentrale Thüringen unter vzth.de.
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