Altenburger Land. Was macht gute pädagogische Qualität aus? Diese Frage steht im Mittelpunkt des aktuellen QuiK-Kurses. Bei den gemeinsamen Arbeitstreffen diskutieren die Teilnehmenden, hinterfragen die eigene Praxis und suchen gemeinsam nach Lösungen für den Kita-Alltag.
Dabei tauschen sie Erfahrungen aus ihren Kindertageseinrichtungen aus, lernen neue Perspektiven kennen und entwickeln Ideen, die sich unmittelbar vor Ort umsetzen lassen. Schnell wird deutlich: Qualitätsentwicklung ist kein fertiges Konzept, sondern ein gemeinsamer Prozess.
Seit Dezember 2025 schult die Kita-Fachberatung des Landratsamtes Altenburger Land sieben Kita-Leitungen und Qualitätsbeauftragte im Rahmen des QuiK-Kurses. QuiK steht für „Qualität in Kindertageseinrichtungen“. Die Teilnehmenden kommen aus kommunalen Einrichtungen in Altenburg, Windischleuba, Treben, Starkenberg, Schmölln, Weißbach und Nischwitz.
Nach den ersten vier Arbeitstreffen zeigt sich bereits, wie wertvoll der fachliche Austausch für alle Beteiligten ist. Die Teilnehmenden haben das siebenstufige Verfahren der Qualitätsentwicklung kennengelernt und sich intensiv mit dem Nationalen Kriterienkatalog sowie dem dazugehörigen Arbeitshandbuch beschäftigt.
Anschließend legte jede Einrichtung einen eigenen Qualitätsbereich fest. Fünf Kindertageseinrichtungen widmen sich dem Thema „Ruhen und Schlafen“. Eine Einrichtung beschäftigt sich mit der Zusammenarbeit mit Familien, eine weitere mit der Tagesgestaltung.
Mit strukturierten Checklisten erfassten die Fachkräfte zunächst den Ist-Zustand in ihren Einrichtungen. Daraus entwickelten sie individuelle Qualitätsprofile mit vorhandenen Stärken und möglichen Entwicklungsfeldern. Anschließend formulierten sie konkrete Qualitätsziele nach der SMART-Methode und erarbeiteten Zielvereinbarungen sowie Maßnahmenpläne für die Umsetzung in den Kita-Teams.
Im Mittelpunkt aller Überlegungen steht die Frage, was Kinder brauchen, um sich wohlzufühlen, zu lernen und ihre Umwelt zu entdecken. Die Teilnehmenden reflektieren ihre pädagogische Arbeit, entwickeln konkrete Handlungsideen und richten den Blick immer wieder auf die Bedürfnisse der Kinder. Qualitätsentwicklung ist dabei kein Selbstzweck. Sie soll dazu beitragen, den Kita-Alltag so zu gestalten, dass Kinder in einer anregenden, verlässlichen und wertschätzenden Umgebung aufwachsen und sich bestmöglich entwickeln können.
Ein wichtiger Bestandteil des QuiK-Kurses ist der regelmäßige Blick in die Praxis. Jedes Arbeitstreffen findet in einer anderen Kindertageseinrichtung statt. Dadurch erleben die Teilnehmenden die pädagogische Arbeit unmittelbar vor Ort, lernen unterschiedliche Rahmenbedingungen kennen und erhalten Impulse für die eigene Einrichtung.
Die Rückmeldungen der Teilnehmenden fallen positiv aus. Besonders geschätzt werden der empathische, respektvolle und vorurteilsfreie Umgang miteinander sowie der fachliche Austausch. Professionelle Pädagogik entstehe durch reflektierte Vielfalt, lautet ein gemeinsames Fazit. Entscheidend sei, gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten und voneinander zu lernen.
Bis zur Abschlussveranstaltung im April 2027 stehen drei weitere Arbeitstreffen auf dem Programm. Ergänzt wird der Kurs durch individuell begleitete Inhouse-Schulungen und Teamberatungen. So sollen die entwickelten Qualitätsziele Schritt für Schritt in den pädagogischen Alltag der Einrichtungen integriert werden.
Der QuiK-Kurs zeigt: Qualitätsentwicklung gelingt besonders gut im gemeinsamen Austausch – mit Offenheit, gegenseitigem Vertrauen und der Bereitschaft, voneinander zu lernen.
Kontakt:
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Jugendarbeit/Kindertagesbetreuung
Kita-Fachberatung
Telefon: 03447 586-527
E-Mail: jugendarbeit.kita@altenburgerland.de
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