Was ist ein „Seelenkaktus“ und wer sind „Max & Min@“? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Luise Stützner von der Horizonte gGmbH. Als Suchtpräventionsfachkraft übernimmt sie im Schuljahr 2026/27 die Elternzeitvertretung für Lukas Becker und ist im gesamten Altenburger Land unterwegs.
Die Präventionsstelle bietet Projekte für Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführende Schulen an. Die Angebote werden jeweils in Abstimmung mit den Lehrkräften und der Schulsozialarbeit vor Ort entwickelt und durchgeführt.
Je nach Klassenstufe, Lebenswelt und individuellem Bedarf können unterschiedliche Themen im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören beispielsweise Gemeinschaft, seelische Gesundheit und „Digital Detox“. Auch die Auseinandersetzung mit legalen und illegalen Substanzen kann Bestandteil der Projekte sein.
Darüber hinaus arbeitet die Suchtpräventionsfachkraft mit dem Projekt „Klasse 2000“ zusammen und unterstützt Grundschulen im Altenburger Land. Über die gesamte Grundschulzeit hinweg werden Schülerinnen und Schüler dabei langfristig und nachhaltig für gesundheitsfördernde Themen sensibilisiert. Die Inhalte werden altersgerecht vermittelt und praktisch erlebbar gemacht.
Prävention wirkt besonders gut, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Suchtprävention ist ein Angebot des Landkreises Altenburger Land und für die teilnehmenden Einrichtungen kostenfrei.
Auch beim diesjährigen Kinder- und Jugendtag am 12. September 2026 an der Brüderkirche war die Horizonte gGmbH mit einem Informationsstand vertreten. Dort wurde unter anderem gezeigt, dass Cocktails auch ohne Alkohol lecker, modern und unterhaltsam sein können.
Nach einer Überarbeitung des Anforderungsprofils gemeinsam mit dem Kostenträger soll der Schwerpunkt künftig stärker auf Multiplikatorenschulungen für Fachkräfte und einer gemeinsamen, begleitenden Präventionsstrategie liegen.
Darüber hinaus nimmt eine Fachgruppe Prävention ihre Arbeit auf. Ziel ist es, gemeinsam einen umfassenden Ansatz zur Gesundheitsförderung im Altenburger Land zu entwickeln und zu stärken. Eingebunden werden unterschiedliche Akteure und Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Suchthilfe sowie dem Gesundheitsbereich.
Damit soll die Präventionsarbeit im Landkreis gemeinsam weiterentwickelt, gefestigt und langfristig nachhaltig gestaltet werden.
Für das Kalenderjahr 2027 ist außerdem eine Projektgruppe für Kinder aus suchtbelasteten Familien vorgesehen. Sie soll in Zusammenarbeit mit Fachkräften aus dem Landkreis ins Leben gerufen und konzipiert werden.
Denn eine Abhängigkeit betrifft häufig nicht nur die erkrankte Person, sondern das gesamte familiäre System. Die Kinder sollen in der Projektgruppe einen geschützten Rahmen erhalten, in dem sie über Gefühle und Erfahrungen sprechen können. Außerdem sollen sie neue Handlungsmöglichkeiten entdecken, Selbstwert entwickeln und mehr Sicherheit im eigenen Verhalten gewinnen.
Parallel dazu sollen Eltern Unterstützung für ihren Alltag und konkrete Handlungsalternativen erhalten.
Im November 2026 findet anlässlich des „Aktionstags Suchtberatung“ eine offene, interaktive Informationsveranstaltung statt. Weitere Informationen dazu werden noch bekannt gegeben.
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