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Keine Punkte für Aufbau-Oberligahandballer im Ronneburger Hexenkessel | Aufbau-Spieler Lucas Walzel mit Torerfolg

Aufbau-Spieler Lucas Walzel mit Torerfolg (Foto: Wolfgang Wukasch)

Keine Punkte für Aufbau-Oberligahandballer im Ronneburger Hexenkessel

Sportgeschehen Handball
10.03.2026, 09:33 Uhr
Von: Wolfgang Wukasch
+++ Handball-Oberliga Thüringen Männer +++ HSV Ronneburg – SV Aufbau Altenburg 30:29 (16:17)

Ronneburg/Altenburg. Es war das erwartete, intensiv geführte Spiel im ostthüringer Handball-Oberligaderby zwischen dem HSV Ronneburg und dem SV Aufbau Altenburg. Die Skatstädter, ebenso wie der HSV, benötigten dringend Punkte, um dem drohenden Abstieg in die Unterklassigkeit, sprich der Landesliga, zu entkommen. Der Hexenkessel an der Zeitzer Straße in Ronneburg, überaus gut gefüllt mit Fans des SV Aufbau, machte seinem Namen in diesem Vergleich alle Ehre. Auch die Qualität des Spiels deutete nicht auf eine der am Tabellenende strauchelnden Mannschaften hin.

Die Gäste aus Altenburg wollten eigentlich die Scharte aus dem 30:32-Heimspiel wettmachen, die Gelegenheit wurde jedoch verpasst. Lange Zeit spielte man auf Augenhöhe, führte sogar nach dem von Michael Halbauer erfolgreich verwandelten Strafwurf mit vier Toren Vorsprung (20:16 in der 34. Minute). Was zum Teufel war dann – wieder einmal – los? Ungenaues, überhastetes Zuspiel, haarsträubende Abschlüsse und ein sicher agierender HSV-Torwart Maximilian Weihrauch ließen den mühsam und verdient herausgespielten Vorsprung wie Wachs in der Sonne dahinschmelzen.

Ronneburgs Torjäger Mirko Alexy netzte nach 47:08 Minuten mit einem verwandelten Siebenmeter zum 24:24-Ausgleich ein. Kurz davor (41. Minute) nahm Aufbau-Coach Sebastian Heilmann zwar eine Auszeit beim Stand von 21:20, wohl Böses ahnend. Kurzzeitige positive Wirkung zeigte diese mit den Treffern von Elias Bombelka (42.) und Chris Unger (43./23:20). Doch die Rechnung wurde wohl ohne Smielkov (43.), Alexy (44.), Kraus (46.) und nochmals Alexy (also zum 24:24-Gleichstand) gemacht. Der Hexenkessel bebte, obwohl in der Zwischenzeit Aufbau-Spieler Florin Wessel (44.) das 24. Tor für die Gäste markierte.

In der 53. Minute lag der Gastgeber HSV durch Karel Kraus bereits mit drei Toren (27:24) vorn. Elias Bombelka, Mirko Alexy, Tim Vogler, Michael Halbauer, Vladyslav Napadailou und Justin Glöditzsch trafen im Wechsel bis in die 59. Minute hinein (HSV 30, Aufbau 28 Tore), ehe Michael Halbauer mit einem verwandelten Strafwurf 46 Sekunden vor der Sirene den 30:29-Endstand aus Sicht der Gastgeber markierte.

Fazit: Für den HSV Ronneburg war es ein äußerst wichtiger Sieg, für den SV Aufbau Altenburg eine (fast) unnötige Niederlage, die nun auch vermehrt am Selbstbewusstsein der Mannschaft kratzen könnte. Gelingt es, über 60 Minuten hinweg konzentriert zu spielen – mit vier Toren Vorsprung ist man keineswegs auf der Siegerstraße – sollte der Klassenerhalt doch noch geschafft werden. Es wird jedoch nicht einfacher für beide ostthüringer Teams (Ronneburg 9:25 Punkte/Altenburg 3:31 Punkte), denn im Sonntagsspiel punktete der Tabellennachbar HSV Weimar zu Hause gegen BW Goldbach/Hochheim (32:30).

HBV Jena 90 (Tabellenfünfter) ist am kommenden Samstag (14.03./18:30 Uhr) zu Gast im Altenburger Goldenen Pflug, während der HSV Ronneburg zu den Wölfen Erfurt (Platz 8/18:30 Uhr/Rieth-Sporthalle) reist. Die Schiedsrichter Sascha Hauke und Christian Lindig meisterten ihre Aufgabe trotz manch hitziger Situation mit Bravour; zwei gelbe und einmal Rot blieben im normalen Rahmen der von vielen Emotionen begleiteten Partie.

Rückblende: In der Saison 2024/2025 blieb der HSV Ronneburg gegen den SV Aufbau Altenburg im Heimspiel mit 28:25 erfolgreich, musste jedoch in der Skatstadt eine 32:35-Niederlage hinnehmen. „Dieses Ostthüringenderby hat es immer in sich, wobei auch die Sportfreundschaft zwischen beiden Vereinen einen hohen Stellenwert besitzt“, erfährt man von HSV-Fan Michael Silvio Hägler. Der Fanclub Red Block des SV Aufbau reiste mit Trommeln und Trompeten an, während auch die Oberliga-Frauen nach ihrem Punktspiel bei der SG Apolda/Großschwabhausen (24:27) von der Tribüne aus die Aufbau-Erste anfeuerten. „Schade, heute war für unsere Mannschaft zumindest ein Punktgewinn drin; leichtfertig wurde eine sicher geglaubte Führung verspielt“, meinte Marcel Perkowski. HSV-Coach Silvio Stölzner: „Zwei ganz wichtige Punkte für uns in einem hochdramatischen Spiel. Gratulation an das gesamte Team und die Fans.“ Aufbau-Trainer Sebastian Heilmann haderte mit seiner Mannschaft: „Einfach zu leichtfertig einige Chancen vergeben; das zieht sich leider bislang durch die gesamte Saison.“ Dem schloss sich auch Außenspieler Lucas Walzel an.

Tore für HSV Ronneburg: Alexy 8, Kraus, Glöditzsch je 6, Smielkov 4, Eisenstein, Blyzniuk je 2, Severin, Napadailo je 1 Tor.

Tore für Aufbau Altenburg: Wessel, Halbauer, Bombelka je 5, Walzel, Bettels je 3, Wernicke, Köhler je 2, Vogeler, Schäfer, Borngräber, Unger je 1 Tor.

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