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Keine überdrehten Preise auf den Speisekarten im Kreis Altenburger Land: „Schnitzel-Rabatt“ soll bleiben | Immer schön auf dem Teppich bleiben – auch bei den Schnitzel-Preisen: Von jedem „Schnitzel-Euro“ will der Staat demnächst 19 Cent „mitessen“ – 12 Cent Umsatzsteuer mehr als heute. „Wenn die Preise auf den Speisekarten so rasant nach oben gehen, bleiben entweder viele Gäste weg oder die Gastronomen fangen an, die Löhne bei Köchen und Kellnerinnen zu drücken. Und im schlimmsten Fall: beides“, sagt Jens Löbel von der Gastro-Gewerkschaft NGG Thüringen.

Immer schön auf dem Teppich bleiben – auch bei den Schnitzel-Preisen: Von jedem „Schnitzel-Euro“ will der Staat demnächst 19 Cent „mitessen“ – 12 Cent Umsatzsteuer mehr als heute. „Wenn die Preise auf den Speisekarten so rasant nach oben gehen, bleiben entweder viele Gäste weg oder die Gastronomen fangen an, die Löhne bei Köchen und Kellnerinnen zu drücken. Und im schlimmsten Fall: beides“, sagt Jens Löbel von der Gastro-Gewerkschaft NGG Thüringen. (Foto: NGG | Alireza Khalili)

Keine überdrehten Preise auf den Speisekarten im Kreis Altenburger Land: „Schnitzel-Rabatt“ soll bleiben

Arbeit & Wirtschaft
28.08.2023, 10:41 Uhr
Von: NGG, Region Thüringen
Gastro-Gewerkschaft: „7 statt 19 Prozent Umsatzsteuer“

Preise in den Speisekarten nicht „überdrehen“: Das Essengehen im Kreis Altenburger Land könnte bald deutlich teurer werden. Denn Anfang nächsten Jahres soll die Umsatzsteuer fürs Essen in Gaststätten und Restaurants wieder kräftig steigen – von jetzt 7 auf dann 19 Prozent. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) befürchtet allerdings, dass Gastronomen sich scheuen werden, den „Steuer-Paukenschlag“ eins zu eins an die Gäste weiterzugeben. „Ab Januar mal eben 12 Prozent an zusätzlichen Steuern auf die ohnehin schon kräftig gestiegenen Preise oben drauf, das werden die meisten Betriebe nicht wagen. Sie haben Angst, dass ihnen die Gäste dann wegbleiben. Also sparen sie lieber beim Personal. Aber genau das wäre fatal“, sagt Jens Löbel von der NGG Thüringen.

Der Gewerkschafter warnt die Gastronomen im Kreis Altenburger Land davor, den geplanten Anstieg der Mehrwertsteuer aufs Personal abzuwälzen: „Jedes Drücken beim Lohn kommt nicht in Frage. Genauso wenig wie Tricksereien bei der Arbeitszeit: Umsonst-Überstunden sind keine Lösung“, macht Löbel klar. Um die Gastro-Branche erst gar nicht in eine kritische Situation zu bringen, appelliert die NGG Thüringen an die heimischen Bundestagsabgeordneten, sich für einen reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auch für 2024 einzusetzen. Vor allem auf dem Schreibtisch von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) müsse es jetzt „Blaue Gastro-Briefe“ der Abgeordneten hageln: Es gehe darum Lindners „Schnitzel-Steuer-Hunger“ zu bremsen, so die NGG Thüringen.

„7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer: Die Branche braucht den ‚Schnitzel-Rabatt‘. Davon hängt auch ein fairer Umgang mit dem Personal in der Gastronomie ab“, sagt Jens Löbel. Die reduzierte Mehrwertsteuer habe Gastronomie und Hotellerie während der Corona-Krise und auch danach Luft gegeben, mehr ins Personal zu investieren: „Die Löhne haben gerade etwas zugelegt. Sie sind aber immer noch weit unter dem, was nötig ist, um qualifiziertes Personal für die Küche oder den Service zu gewinnen und bei der Stange zu halten“, so Jens Löbel. Insgesamt arbeiten im Kreis Altenburger Land nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 920 Beschäftigte in der Gastronomie und Hotellerie: in Voll- oder Teilzeit, sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder auf Mini-Job-Basis. „Perspektivisch müssen die Löhne in der Gastronomie weiter steigen, um Gastro-Jobs attraktiver zu machen“, so Löbel.

Kommentare

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Ehrhardt Mike , 29.08.2023
Sorry ihr Lieben, leider leben wir auch in einer Zeit in der jeder seine eigene Gier entwickeln will. Ich denke Lindner könnte 0 Euro Mehrwertsteuer machen und die Preise wären trotzdem sehr teuer. Beispiel eine 1,5 Liter Flasche Wasser im Einkauf 40 Cent und trotzdem für das Glas 0,3 verlangen die
Meisten 3 Euro. Ich denke das sterben ist nicht mehr aufzuhalten. Schade.
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