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So gesund ist unsere Haut | AOK die Gesundheitskasse, Altenburg

AOK die Gesundheitskasse, Altenburg (Foto: Ronny Franke)

So gesund ist unsere Haut

Gesundheit Pressemitteilungen
12.04.2024, 18:07 Uhr
Von: AOK PLUS − Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen.
Rund 21.000 Thüringer haben Hautkrebs - so hilft die AOK PLUS

Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland – und das trotz andauernder Kampagnen für Sonnencreme und Sonnenschutz. Im Jahr 2022 hatten in Thüringen 21.410 AOK PLUS-Versicherten Hautkrebs. Zwar sind ältere Menschen häufiger betroffen, doch immer öfter erkranken auch Jüngere an Hautkrebs. Da rund die Hälfte der Einwohner Thüringens bei der Gesundheitskasse versichert sind, gelten die Ergebnisse als repräsentativ für den gesamten Freistaat.

Häufigster Hautkrebs ist der helle Hautkrebs
Heller Hautkrebs war 2022 die häufigste Hautkrebsart in Thüringen. Bei 1,8 Prozent aller AOK PLUS-Versicherten, konkret 18.583 Personen, wurde die Diagnose im Jahr 2022 ambulant gesichert oder stationär codiert. Bei beiden Geschlechtern steigen die Anteile mit dem Alter, Männer sind jedoch etwas häufiger betroffen als Frauen. So hatte jeder neunte Mann (11,7 Prozent) über 79 Jahren hellen Hautkrebs, aber „nur“ jede 15. Frau (6,8 Prozent). Insgesamt sind die Zahlen seit 2019 leicht gestiegen (Zuwachs von zwei Prozent). Da heller Hautkrebs nur selten Tochtergeschwülste bildet, gilt er im Vergleich zum schwarzen Hautkrebs als weniger gefährlich. 

Seltener, aber viel gefährlicher: der schwarze Hautkrebs
Der schwarze Hautkrebs, das sogenannte maligne Melanom, tritt zwar insgesamt seltener auf, dafür aber in den letzten Jahren immer häufiger. So hatten mit 3.726 Thüringern und Thüringerinnen zwar „nur“ 0,4 Prozent aller AOK PLUS-Versicherten schwarzen Hautkrebs, jedoch verzeichnet die Gesundheitskasse seit 2019 eine Zunahme bei den Erkrankungen von drei Prozent. Auch beim schwarzen Hautkrebs steigt die Erkrankungshäufigkeit mit dem Alter, jedoch sind Männer und Frauen laut Abrechnungsdaten gleichermaßen betroffen. Alarmierend: Jüngere Menschen erkranken etwa gleich oft am schwarzen wie am hellen Hautkrebs – Vorsorge ist daher in jedem Alter das A und O.

Zeitiges Handeln hilft, Hautkrebs erfolgreich zu behandeln
Wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Hautkrebs: Je früher er entdeckt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Deshalb sind die regelmäßigen Hautkrebsscreenings enorm wichtig. Die Daten der AOK PLUS zeigen jedoch, dass der Haut-Check von allen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen am wenigsten genutzt wird. AOK PLUS-Versicherte können bereits ab 14 Jahren alle zwei Jahre kostenfrei einen Haut-Check vornehmen lassen. Neben Hautärzten und -ärztinnen bieten auch zahlreiche spezialisierte Hausärztinnen und -ärzte die Untersuchung an. 

Da Hautkrebs früh erkennbar ist, empfiehlt die AOK PLUS, sich regelmäßig selbst zu untersuchen. Für die Unterscheidung zwischen schwarzem Hautkrebs und Muttermalen gibt es die sogenannte ABCDE-Regel: A wie Asymmetrie, B wie Begrenzung, C wie Colorit (Färbung), D wie Durchmesser, E wie Entwicklung. Bei Auffälligkeiten ist der Gang zur Ärztin bzw. zum Arzt ratsam. Übrigens: Einzelne Pigmentflecken oder Hautveränderungen lassen sich auch in der App AOK NAVIDA per Videosprechstunde untersuchen. Vorab wird anhand einfacher Fragen geklärt, ob sich das Krankheitsbild für einen digitalen Arztbesuch eignet.

Alle Infos zur Vorsorge und Früherkennung von Hautkrebs gibt es unter plus.aok.de/hautcheck, im AOK-Gesundheitsmagazin sowie im Portal der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs: https://www.infoportal-hautkrebs.de/

Vorsorge ist besser als heilen
Der größte Risikofaktor für alle Hautkrebsarten ist zu viel und zu starke UV-Strahlung. Die menschliche Haut hat nur einen sehr begrenzten UV-Schutz. Dieser kann zwar eingeschränkt vor Sonnenbrand bewahren, aber nicht vor anderen möglichen Schäden und Hautkrebs. Dabei gilt: „Die Haut vergisst nie“. Vor allem hellhäutige Menschen verfügen kaum über Selbstschutz: Bei einem sehr hellen Hauttyp beträgt der mögliche Zeitraum, in dem ungebräunte Haut der Sonne maximal ausgesetzt werden sollte, nur fünf bis zehn Minuten – und zwar am Tag! Egal ob heller oder dunkler Hauttyp: Um Hautkrebs vorzubeugen, sollte zu große UV-Strahleneinwirkung, zum Beispiel in der Mittagszeit, gemieden werden. Und auch sonst gilt bei Sonnenschein: Für ausreichenden Sonnenschutz sorgen, am besten mit langer Kleidung, Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme. Kleine Kinder müssen besonders geschützt werden. Was viele nicht wissen: Auch Besuche im Solarium steigern das Risiko einer Hautkrebserkrankung.

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