AOK PLUS-Bericht: Krankenstand in Thüringen geht leicht zurück - ABG-Net.de
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AOK PLUS-Bericht: Krankenstand in Thüringen geht leicht zurück | AOK die Gesundheitskasse, Altenburg

AOK die Gesundheitskasse, Altenburg (Foto: Ronny Franke)

AOK PLUS-Bericht: Krankenstand in Thüringen geht leicht zurück

Gesundheit Pressemitteilungen
16.03.2026, 11:59 Uhr
Von: AOK PLUS – die Gesundheitskasse
Vorstand: „Statt Schuldzuweisung müssen die Ursachen für Erkrankungen im Fokus stehen“

Die Berufstätigen in Thüringen waren im Jahr 2025 etwas seltener krankgeschrieben. Das zeigt eine Auswertung der Arbeitsunfähigkeitsdaten der AOK PLUS. Fehlten im Jahr 2024 an einem Arbeitstag noch 7,5 Prozent der Beschäftigten, sank der Krankenstand im vergangenen Jahr leicht auf 7,3 Prozent ab. Thüringen liegt damit weiterhin deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt aller AOK-Versicherten mit 6,4 Prozent.

Von den berufstätigen Versicherten der AOK PLUS waren im vergangenen Jahr 68,8 Prozent mindestens einmal krankgeschrieben. 2024 lag dieser Wert noch bei 68,9 Prozent. Ebenfalls leicht gesunken ist die durchschnittliche Dauer der Krankschreibungen und lag 2025 bei 11,5 Tagen. Regional zeigen sich Unterschiede: Am höchsten war der Krankenstand im Kyffhäuserkreis (8,1 Prozent) sowie im Kreis Hildburghausen (8 Prozent). Am niedrigsten fiel er in Jena (6,5 Prozent) sowie Erfurt, Greiz, Weimar und im Saale-Orla-Kreis (je-weils 7 Prozent) aus. 

„Niemand wird freiwillig krank. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zeigt heute transparenter als früher, wie hoch die Belastungen im Arbeitsalltag sind“, sagt Dr. Stefan Knupfer, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS. „Entscheidend ist: Statt politischer Schuldzuweisungen brauchen wir einen klaren Blick auf die tatsächlichen Ursachen. Viele Unternehmen arbeiten bereits daran, gesunde Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten zu schaffen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, dass Menschen länger gesund leben und arbeiten können.“

Gesundheit fördern – bei der Arbeit und im Alltag 
Ein wichtiger Ansatzpunkt ist das betriebliche Gesundheitsmanagement. Die AOK PLUS hat im vergangenen Jahr erneut zahlreiche Unternehmen dabei unterstützt, die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu stärken – etwa durch eine bessere Arbeitsorganisation, ergonomische Arbeitsplätze, mehr Bewegung im Arbeitsalltag, Veränderungen in der Führungskultur oder Angebote zur Stärkung der psychischen Gesundheit. 

„Viele Ursachen für Krankschreibungen lassen sich vermeiden – auch durch einen gesunden Lebensstil im Alltag “, so Stefan Knupfer. „Wer heute in die eigene Gesundheit investiert, profitiert langfristig davon. Wir begleiten unsere Versicherten dabei als Gesundheitslotsin.“ Die AOK PLUS unterstützt ihre Kundinnen und Kunden unter anderem mit kostenfreien Gesundheitskursen sowie mit der App „AOK NAVIDA“. Sie motiviert zu mehr Bewegung, gesunder Ernährung, besserem Schlaf und Entspannung im Alltag.

Zahl von Kurzzeit-Krankschreibungen gestiegen 
Auffällig ist der Anstieg bei kurzen Krankschreibungen von ein bis drei Tagen. Ihr Anteil stieg von 34,5 Prozent im Jahr 2024 auf 35,6 Prozent im Jahr 2025. „Oft reichen ein paar Tage Ruhe, um wieder vollständig fit zu werden. Für Arbeitgeber kann das ebenfalls positiv sein, weil längere Ausfallzeiten teilweise vermieden werden“, sagt Stefan Knupfer. 

Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen machten nur 3,6 Prozent aller Fälle aus, verursachten jedoch aufgrund ihrer Dauer rund 40 Prozent aller Krankentage.

Ursachen für Krankschreibungen bleiben unverändert 
Die häufigste Ursache für Krankschreibungen bleiben Atemwegserkrankungen. Ihr Anteil lag 2025 bei 27,1 Prozent (2024: 26,9 Prozent). Unverändert lieb die Häufigkeit von Muskel- und Skeletterkrankungen (12,7 Prozent) und Verdauungserkrankungen (7,8 Prozent). 5,4 Prozent der Krankschreibungen gingen auf psychische Erkrankungen zurück.

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