Vorhang auf für die Spielzeit 2026/27 – Theater Altenburg Gera stellt neuen Spielplan vor - ABG-Net.de
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Vorhang auf für die Spielzeit 2026/27 – Theater Altenburg Gera stellt neuen Spielplan vor | v. l. n. r. Generalintendant Kay Kuntze, Chefdramaturgin Dr. Sophie Oldenstein, Kaufmänn. Geschäftsführer Mike Wittich

v. l. n. r. Generalintendant Kay Kuntze, Chefdramaturgin Dr. Sophie Oldenstein, Kaufmänn. Geschäftsführer Mike Wittich (Foto: Ronny Ristok)

Vorhang auf für die Spielzeit 2026/27 – Theater Altenburg Gera stellt neuen Spielplan vor

Kunst, Kultur & Freizeit
03.05.2026, 11:49 Uhr
Von: Pressemitteilung · Theater Altenburg Gera
Die Spielzeit 2026/27 am Theater Altenburg Gera bietet 37 Premieren, 25 Neuproduktionen (7 Uraufführungen) sowie ein breites Konzertprogramm — Vorverkauf startet 5. Mai 2026.

Eine Mischung aus guter Unterhaltung, anspruchsvollen Inszenierungen sowie zahlreichen Konzertformaten für alle Altersgruppen, das kündigte die Theaterleitung des Theaters Altenburg Gera um Generalintendant Kay Kuntze am Mittwoch, den 29. April 2026, auf der Bühne des Theaters Altenburg für die Spielzeit 2026/27 an.

Insgesamt 37 Premieren, davon 25 Neuproduktionen – darunter sieben Uraufführungen – sowie neun Philharmonische Konzerte erwarten die Besucher:innen ab August in den Geraer und Altenburger Spielstätten. Ziel bleibt es, so Chefdramaturgin Dr. Sophie Oldenstein, ein breites Publikum anzusprechen und zugleich künstlerische Akzente mit spannenden Neuentdeckungen, innovativen Erzählformaten und Stücken mit regionalem Bezug zu setzen.

Altenburg: Zwischen Interim und neuen Lösungen

In der neuen Spielzeit verändert sich der Spielbetrieb in Altenburg: Das Theaterzelt am Großen Teich, das seit 2019 dem Fünf-Sparten-Haus als Interimsspielstätte diente, wird im April 2027 planmäßig abgebaut. Neuer Nutzer ist das Theater Krefeld, dem eine Generalsanierung bevorsteht.

Für die darauffolgende Zeit bereitet das Theater derzeit eine besondere Spielsituation vor, die – vorbehaltlich der noch ausstehenden Genehmigung – ab April 2027 umgesetzt werden soll. Geplant ist, den Spielbetrieb in das Theater Altenburg zurückzuführen und dort auf der Hinterbühne hinter dem Eisernen Vorhang zu spielen.

Vorgesehen sind drei ansteigende Zuschauertribünen mit, laut Technischem Direktor René Prautsch, zwei Varianten: eine Bestuhlung für bis zu 150 Plätze bei Nutzung der Drehbühne sowie eine Variante mit bis zu 200 Plätzen ohne deren Einsatz. Der Zugang erfolgt über das Heizhaus, das während dieser Phase als zentraler Eingangsbereich mit Garderobe, Sanitäranlagen und gastronomischem Angebot genutzt wird. Ein barrierefreier Zugang über den Brühl ist vorgesehen.

Der Spielbetrieb soll sich an die baulichen Rahmenbedingungen anpassen: Unter der Woche werden Vorstellungen ausschließlich in den Abendstunden angeboten, da tagsüber weiterhin Sanierungsarbeiten im Haus laufen. Am Wochenende sind zusätzliche Spielzeiten am Vormittag und Nachmittag vorgesehen. „Trotz dieser besonderen Bedingungen bleibt das Ziel klar: Alle fünf Sparten des Hauses sollen auch in dieser Übergangszeit in Altenburg sichtbar und erlebbar bleiben“, so Generalintendant Kay Kuntze. 
 

Hinterbühne mit Zuschauertribünen Theater Altenburg (Foto: Ronny Ristok)

Musiktheater: Musicalspaß für die ganze Familie und große Gefühle

Mit dem Musical „Cats – Young Actors Edition“ wird der Kinder- und Jugendchor des Theaters Altenburg Gera erstmals das legendäre Musical von Andrew Lloyd Webber mit seiner turbulenten Handlung und seinen populären Songs ab 1. Oktober 2026 in der Bühne am Park und ab 24. April 2027 im Heizhaus Altenburg auf die Bühne bringen. Das mitreißende Musical rund um die Katzenpersönlichkeiten Grizabella, Rum Tum Tugger und Co. verspricht gute Unterhaltung für die ganze Familie.

Eine gehörige Portion Drama verspricht hingegen Giuseppe Verdis „La Traviata“. Die Oper, die die tragische Liebesgeschichte der Pariser Kurtisane Violetta Valéry erzählt, gehört zu den weltweit meistgespielten Opern. Die Inszenierung des Klassikers übernimmt die junge Gastregisseurin Elena Maria Artisi. Zu sehen ab dem 11. Oktober 2026 im Theaterzelt Altenburg und ab dem 30. Oktober 2026 im Großen Haus Gera.

Auf dem Programm der Musiktheater-Sparte stehen außerdem das Musical rund um die tragische Ritterfigur Don Quijote: „Der Mann von La Mancha“ – von Gastregisseur Thomas Weber-Schallauer sowie die 1999 uraufgeführte Oper „Joseph Süß“ von Detlev Glanert in einer Inszenierung von Generalintendant Kay Kuntze. Das Werk erzählt die Geschichte des jüdischen Finanzrats Joseph Süß Oppenheimer, der im 18. Jahrhundert Opfer eines politisch motivierten Justizmords wurde, und thematisiert Machtmissbrauch und Antisemitismus mit beklemmender Aktualität.

Darüber hinaus gibt es ein Wiedersehen mit den beiden beliebten Musicalproduktionen „Frankenstein“ und „My Fair Lady“, die in den vergangenen Spielzeiten das Publikum in Altenburg und Gera gleichermaßen begeisterten.

Schauspiel: Zwischen regionaler Geschichte, interaktiven Formaten und Publikumslieblingen

Auch in dieser Spielzeit verbindet das Schauspiel erneut gesellschaftlich relevante Themen mit innovativen Erzählformen und einem starken regionalen Bezug.

Ein spartenübergreifendes Projekt entsteht mit „Yvonne, die Burgunderprinzessin“. Das bitterböse und hochkomische Meisterwerk des absurden Theaters des polnischen Schriftstellers Witold Gombrowicz ist ein Stück über die Angst vor dem Fremden und wird gemeinsam von Schauspiel und Puppentheater als spartenverbindende Inszenierung auf die Bühne gebracht. Die Inszenierung ist erstmals am 12. September 2026 im Theaterzelt Altenburg und am 15. November 2026 im Großen Haus Gera zu erleben.

Der Publikumsliebling „Krabat“ findet seine Fortsetzung. Im Finale der Trilogie des Mystery-Musicals rund um die Sagengestalt wird die Bockwindmühle in Lumpzig erneut unter Schauspieldirektor Manuel Kressin zum Schauplatz magischer Momente und geheimnisvoller Machenschaften (ab 27. August 2027).

In der neuen Saison nimmt sich die Schauspielsparte wieder einer regionalen Biografie an. Gemeinsam mit namibischen Künstler:innen verbindet die Uraufführung „Kein Platz an der Sonne“ historische Ereignisse mit persönlichen Geschichten und entwickelt daraus eine szenische Collage über Kolonialgeschichte, Verantwortung und Zukunftsperspektiven. Die Inszenierung wird in Deutsch, Englisch, Damara und Ojiherero realisiert und übertitelt. Premiere ist am 18. April 2027 in Altenburg.

Die Weihnachtsmärchen gehören traditionell zu den besucherstärksten Produktionen der Saison. In der kommenden Spielzeit ist „Rotkäppchen und der Wolf“ ab dem 27. November 2026 im Großen Haus Gera zu sehen, während in Altenburg mit „Jorinde und Joringel“ (ab 6. Dezember 2026 im Theaterzelt Altenburg) eine neue Inszenierung des bewährten Teams Schauspieldirektor Manuel Kressin und Olav Kröger auf die Bühne kommt.

Nachdem sich das Schauspielstück und Tanztheater „Rhythm Is a Dancer“ in den vergangen zwei Spielzeiten als absoluter Publikumsrenner entpuppte, kann sich das Publikum auf eine Wiederaufnahme freuen. Auch der Altenburger Krimi „Blutrote Spitzen – Die Auflösung“ von Chefdramaturgin Dr. Sophie Oldenstein und Schauspieldirektor Manuel Kressin steht auf dem Spielplan. Nach der interaktiven Spurensuche im Stadtraum wird der Fall schließlich gelöst.

Neu im Ballett: Zwischen Klassikern und zeitgenössischem Tanz

Das Thüringer Staatsballett setzt in der kommenden Spielzeit auf Werke, die sowohl erfahrene Ballettbesucher:innen als auch ein Familienpublikum ansprechen.

Mit „FAUST – Nach dem Ende“ widmet sich die Sparte einem der bedeutendsten Stoffe der europäischen Literatur. In der Choreografie von Daniel Proietto steht nicht die Nacherzählung von Goethes Drama im Mittelpunkt, sondern die Frage, was nach Fausts rastlosem Streben bleibt – und welche Konsequenzen ein grenzenloser Erkenntnisdrang haben kann. Die Inszenierung arbeitet mit einer zeitgenössischen Bewegungssprache und eröffnet neue Perspektiven auf einen klassischen Stoff (Premiere: 29. Januar 2027, Gera).

Mit „Schwanensee“ bringt Ballettdirektor Vitaliy Petrov einen der bedeutendsten Klassiker der Tanzgeschichte auf die Bühne. Das Werk gilt seit seiner Uraufführung als Inbegriff des klassischen Balletts und zählt mit seiner Verbindung aus romantischer Handlung, der ikonischen Musik von Tschaikowski und choreografischer Präzision zu den meistgespielten Balletten weltweit. Das Stück gehört zu den Höhepunkten der Saison (Premiere: 7. Mai 2027, Gera).

Auch in Altenburg steht mit „Die Schneekönigin“ ein bekannter Stoff auf dem Programm. Das Thüringer Staatsballett bringt das Märchen von Hans Christian Andersen auf die Bühne. Die Produktion ergänzt den Spielplan um ein weiteres klassisches Ballettrepertoire, das sich ebenso an Familien richtet sowie Liebhaber:innen des klassischen Balletts. (Premiere: 8. November 2026, Altenburg).

Ergänzt wird das Programm durch die „Ballettgala – Eine Nacht der Ballett-Brillanz“ im Großen Haus Gera. Internationale Gäste und Ensemblemitglieder des Thüringer Staatsballetts präsentieren dabei Ausschnitte aus klassischen und zeitgenössischen Ballettproduktionen und geben Einblicke in die Vielfalt der Tanzkunst (25. Juni 2027).

Neu im Puppentheater: Zwischen Literaturklassikern und Vermittlung

In der neuen Spielzeit lädt das Puppentheater dazu ein, die Kunstform aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken.

Neuproduktionen widmen sich großen literarischen Stoffen wie „Der Schimmelreiter“ (Premiere: 5. September 2026, Gera) und „Das Gespenst von Canterville“ (Premiere: 28. Mai 2027, Gera), die sich an Jugendliche und Erwachsene richten.

Ergänzt wird der Spielplan durch das Format „Bunte Puppenwelt und Theaterzauber“, eine unterhaltsame Erklärshow rund um Puppenarten und Spieltechniken. Handpuppen, Marionetten, Stabfiguren oder Klappmaulpuppen werden dabei ebenso vorgestellt wie die theatralen Mittel hinter der Bühne – von Licht- und Soundeffekten bis hin zu scheinbar unsichtbaren Vorgängen wie Blitz und Donner. Die Produktion richtet sich an Kinder ab sechs Jahren und Erwachsene gleichermaßen.

Mit „Kleine Geschichten aus Koffern und Kisten“ erzählen Puppenspieler:innen kurze Geschichten, die aus Koffern und Kisten heraus entstehen. Alle Geschichten werden auf ganz unterschiedliche Weise erzählt, doch sie haben eines gemeinsam: Sie kommen ohne großes Bühnenbild aus und setzen stattdessen auf die Kraft der Imagination. Ein Angebot für Kinder ab fünf Jahren. Erstmals zu erleben ab dem 28. November 2026 im Puppentheater Gera.

Ergänzend dazu öffnet die Ausstellung „Puppenspiel – Magische Figurenwelten“ im Stadtmuseum Gera den Blick auf die Vielfalt der Puppenspielkunst. Neben Puppen können auch Spielarten entdeckt werden (Ausstellungseröffnung am 2. Oktober im Stadtmuseum Gera).

Neu im Konzert: Filmmusikklassiker und ein Wunschkonzert

Gleich zu Beginn der neuen Saison kann das Publikum mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg Gera unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian in bekannte filmische Universen eintauchen. John Williams zählt zu den erfolgreichsten Filmkomponisten unserer Zeit. „Star Wars“, „Harry Potter“, „Indiana Johns“ und „Jurassic Park“ sind Klangwelten, deren Identität untrennbar mit Williams‘ Musik verbunden ist. Das 1. Philharmonische Konzert (am 16. und 17. September 2026 im Konzertsaal Gera und am 18. September 2026 im Theaterzelt Altenburg) ist ein Tribut an seine legendären Filmmusiken.

Im 8. Philharmonischen Konzert „Wünsch dir was!“ (am 19. und 20. Mai 2027 im Konzertsaal Gera und am 21. Mai 2027 in der Brüderkirche Altenburg) entscheidet das Publikum selbst, was gespielt wird: Vivaldi oder Mozart? Dramatische Klänge oder fröhliche Melodien? Bis zum 30. September 2026 können Musikwünsche per Mail, per Post oder im Theater eingereicht werden. Mit etwas Glück erklingt dann die eigene Wunschmusik.

Im Programm der Konzertsparte finden sich darüber hinaus zentrale Werke des sinfonischen Repertoires wie Felix Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“, Franz Schuberts „Unvollendete“ sowie Anton Bruckners Vierte Sinfonie „Romantische“. Ergänzt wird das Angebot durch eine besondere Entdeckung: Richard Strauss’ frühe Sinfonie in d-Moll, die erstmals in Gera und Altenburg zu hören ist.

Den Abschluss der Saison bildet ein Abend mit Musik von George Gershwin, in der sich Jazz, Broadway und sinfonische Tradition verbinden. Ohrwürmer wie „Girl Crazy“, und „Cuban Ouverture“ dürften jeden Besucher zum mitwippen animieren. Den Solopart von „Rhapsody Blue“ übernimmt die ECHO-Preisträgerin Olga Scheps (am 16. und 17. Juni 2027 im Konzertsaal Gera).

Sommer, Open-Air-Atmosphäre und Musikgenuss der Extraklasse – das bieten die Classic Open Air Veranstaltungen in beiden Städten. Auf dem Programm stehen am 16. August 2026 im Hofgut Gera Highlights aus Oper, Operette und Musical. Mit dem Konzert unter dem Titel „Ein Leben für die Musik – Danke, Thomas Wicklein!“ verabschiedet sich Thomas Wicklein, seit 1989 Kapellmeister am Theater Altenburg Gera, offiziell in den Ruhestand. Altenburger Open Air Fans erwartet am 25. und 26. Juni 2027 auf dem Marktplatz in Altenburg ein klangvoller Abend unter dem Titel „Die schönsten Ouvertüren“.

Theater für alle Generationen

Neben den Vorstellungen auf der Bühne lädt das Theater mit zahlreichen Angeboten wie Workshops, Theaterkursen und Mitmachformaten dazu ein, selbst aktiv zu werden.

Das Theater öffnet am 1. Mai 2027 im Theater Gera seine Türen und gewährt wieder einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Neben öffentlichen Proben aus verschiedenen Sparten öffnen sich Bereiche des Hauses, die dem Publikum sonst verborgen bleiben.

Auch das gemeinsame Singen steht im Mittelpunkt: Bei der Klassikkaraoke am 29. März 2027 im Konzertsaal Gera wird das Publikum selbst Teil eines großen Chores. Gemeinsam mit den Chören des Theaters Altenburg Gera unter der Leitung von Chordirektorin Judith Bothe entsteht ein offenes Mitsingformat.

Die Schultheatertage des Theaters Altenburg Gera gehören seit einigen Jahren zu den festen theaterpädagogischen Angeboten des Hauses und machen regelmäßig in Altenburg und Gera Station. Vom 21. bis 23. April 2027 wird in Gera unter dem Titel „WEG – wenn Gehen keine Wahl ist“ erneut eine gemeinsame Inszenierung mit Schüler:innen aus Ostthüringen entwickelt und auf die Bühne gebracht.

Auch die Konzertreihe für die kleinsten Musikliebhaber:innen und ihre Eltern wird fortgesetzt. Unter dem Titel „Wiegenlieder – Musik für Herz und Seele“ lädt das Theater Altenburg Gera erneut zu Babykonzerten ein. In entspannter Atmosphäre stehen traditionelle Wiegen- und Schlaflieder im Mittelpunkt, live interpretiert von Musiker:innen und Konzertpädagogin Ruth Ohlmann.

Ab dem 5. Mai 2026 startet der Vorverkauf für die Spielzeit 2026/27. Karten sind ab diesem Tag online, telefonisch oder an den Theaterkassen erhältlich. Das druckfrische Spielzeitheft liegt dann ebenfalls in allen Spielstätten aus. Bereits ab dem 2. Mai 2026 steht das Spielzeitheft online auf der Website des Theaters zur Verfügung.

Mehr Informationen und das gesamte Programm: www.theater-altenburg-gera.de

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