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30. Open Air Gößnitz 04.08.2018 – 06.08.2023 | Saltatio Mortis

Saltatio Mortis (Foto: Nadine Volz)

30. Open Air Gößnitz 04.08.2018 – 06.08.2023

Kunst, Kultur & Freizeit
21.07.2023, 09:12 Uhr
Von: Initiative für Musik & Kultur Gößnitz e.V.
Wem diesen Sommer noch ein musikalisches Highlight fehlt, der sollte schnell all seinen Freunden Bescheid geben und mit ihnen in die beschauliche Kleinstadt Gößnitz am ersten Augustwochenende pilgern.

Denn hier findet wie jedes Jahr das G:O:A , ein traditionsreiches Musikfestival welches abseits jeglichen Mainstreams mit diktierter Zwangsbeglückung statt. Ein Festival für den Spaß an der Musik und gemeinsamen Feierns für ein generationsübergreifendes Publikum ist. Doch dieses Jahr ist kein gewöhnliches, denn der IMUKG e.V. feiert mit allen Gästen das 30-jährige Bestehen des Gößnitz Open Airs.

Zu solche einem Jubiläum braucht es natürlich auch die entsprechenden Bands und so ist das Line UP voll mit musikalischen Highlights. Bereits am Donnerstagabend eröffnen Nobody‘s (Hard Rock) im Bierzelt das Festival. Am Freitag geht es mit The Birch auf der großen Bühne dann so richtig los. Die jungen Rock ‘n‘ Roller überzeugten auf dem Bandcontest für Nachwuchsmusiker veranstaltet von der enviaM-Gruppe und haben sich so einen Platz auf der großen Bühne erspielt. 

Gleich danach erlebt man mit der Band Die Art düstere melancholische Lyrik gepaart mit einer stilistischen Mixtur aus Punk- und New Wave-Sound, mit Gothicrock und Pop. 

Gefolgt von Disillusion geht es dann etwas härter weiter. Die Leipziger Band bewegt sich stilistisch zwischen Death, Progressive, Alternative und Prog Metal. 

Zwischen den Acts auf der großen Bühne lohnt es sich jedoch auch nicht nur zum Bierholen einen Abstecher in das Zelt zu machen. Denn dort kann man mit Purple Callas das musikalische Erbe von Deep Purple neu erleben. So wird nicht nur der authentische Sound der britischen Rockband durch die Benutzung von Vintage-Equipment reproduziert, sondern es weht dem Publikum auch der unvergleichliche Vibe dieser Ära durch eine zwanglose und energiegeladene Show entgegen - natürlich fehlen Instrumentalakrobatik, Soloeskapaden, Mitsingaktionen und die obligatorischen Schlaghosen nicht. 

Die frühen Abendstunden gehören dann den Musketieren von dArtagnan. Die 2015 gegründete Band verwebt traditionelle mittelalterliche Klänge mit satten Sounds und eingängigen Melodien. Verspielte Flöten und Dudelsackmelodien treffen auf heroisch anmutenden Gesang. 

1995 zum ersten Mal in Gößnitz und auch dieses Jahr wieder dabei ist die Mittelalter- Folkrockband Subway to Sally. Die Band überzeugt nicht nur mit lyrisch hochwertigen und tiefsinnigen Texten sondern auch mit unbändiger Spielfreude, sowie musikalischem Können. 

Als Headliner des Abends betreten dann die Spielleute der Mittelalter- Folkrockband Saltatio Mortis die Bühne. Die Texte der Band widmen sich der Kritik an der Obrigkeit und der Betonung von ideellen Werten. Sie verwenden in ihrer Musik sowohl traditionelle Instrumentierung als auch Rockeinflüsse. Saltatio Mortis schwimmen nicht auf der Welle des Mittelaltertrends mit, sie gestalten diesen bewusst und geben ihm mit unbändiger und kreativer Kraft immer wieder neue Impulse. 

Den perfekten Abschluss des Abends bieten dann die Musiker von Crossplane. Die Männer aus dem Ruhrpott beweisen, dass nicht nur die Schweden mit dreckigem Rock’n’Roll triumphieren können. Der typische CROSSPLANE Sound lebt von der rotzigen Attitüde des Punks gepaart mit rohem Rock, der für die Straße gemacht ist, sowie Metal Einschüben und einer gehörigen Portion Groove inklusive.  

Am Samstag lohnt es sich in den frühen Morgenstunden aus den Zelten zu kriechen, denn Kirsche & Co rocken im Bierzelt zum 29. Mal auf dem G:O:A die Bretter.  

Gleich danach Heavy- Rock aus Chemnitz. The Royal Booze Conspiracy hat sich inspirieren lassen vom Heavy Rock und Rock 'N' Roll aus den späten 60ern bis zu den magischen Momenten aus Skandinavien in den 2000ern. 

Darauf folgt die die lauteste Hard-Rockshow ohne Gitarren. Es braucht nicht mehr als den legendären, gewaltigen Sound einer Hammond-Orgel und die energiegeladenste und mitreißendste Schlagzeug-Performance seit langem - gepaart mit einer unbändig leidenschaftlichen Performance! 

Zur Auflockerung lädt dann eine der wohl kultigsten deutschen Punkbands ein - Die Skeptiker. Mit seiner außergewöhnlichen Stimme transportiert Sänger Eugen klare Botschaften, ohne dabei auf platte Phrasen und Klischees zurückgreifen zu müssen. 

Lacrimas Profundere glätten im Anschluss die Wogen. Der Kern ihrer Musik bestehend  aus einem harten Rock- Fundament und melancholischen Melodiebögen diese formen die eigene und unverkennbare Note der Band. Gleich danach unternehmen wir eine musikalische Reise nach Fernost. 

Uuhai verbindet Rock-/ Metal- Melodien und mongolische Tradition auf brilliante Weise. Die Band stellen die Kunst des Khöömii, des fazinierenden und transzendenten Kehlgesangs sowie traditionelle Instrumente in den Mittelpunkt. 

Darauf folgen geradezu bibliche Ereignisse, denn die Apokalyptischen Reiter stürmen die Bühne.  Mit Einflüssen aus den Anfangszeiten des Extreme Metal im Verbund mit heroischen Melodien und Biss konzentrieren sie sich auf Leidenschaft und hohe Energie, wobei ihre Texte ein breites Spektrum von Liebe bis Untergang umfassen. Sie sind wild und unberechenbar, sie schlagen Haken, die zu überraschen wissen.  

Was dann kommt ist jedoch die Spitze der Ekstase, des Wahnsinns und der puren Freude. Viel Wortwitz, ungewöhnlichen Ideen, versteckte und doch klare Kritik und jede Menge Humor das kann nur Deutschlands meiste Band der Welt sein - Knorkator. Und doch stechen nicht nur die Texte hervor, nein, auch das musikalische Konzept stimmt. Und Eines ist klar,  ein Urteil kann sich nur Jener erlauben, der dieses skuriel anmutende Bühnenwerk einmal selbst erlebt hat. 

Ein letztes Mal für dieses Jahr bittet dann Black Widdow vor die große Bühne. Die Rocker entlassen mit einer gigantischen Show, schnellen Gitarren und unberechenbaren Gitarrenrifs in die Nacht. 

Wer jetzt noch nicht müde ist, sollte sich im Bierzelt einfinden. Dort sind die Männer der Band The Nickajacks noch lange nicht fertig und spielen so ihren Punkrock bis in die frühen Morgenstunden. 

Am Sonntagvormittag, wie immer ohne Eintritt, endet das Festival mit einem zünftigen Rock´n´Blues - Frühschoppen von und mit der Elsterbluesband

Mit diesem bunten Musikcocktail ist für ein Wochenende voller musikalischer Energie gesorgt und nicht nur für Kenner der Szene, wohl die unmittelbarste Form der Glückssuche für drei Tage. Karten gibt es an allen bekannten VVK-Stellen bundesweit, auf www.openairgoessnitz.de und an der Abendkasse.

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