Am 4. Februar 2026 lädt die Stadtbibliothek Altenburg zu einer besonderen Lesung mit der in Leipzig lebenden Journalistin Susanne Siegert ein. Sie wird aus ihrem Buch „Gedenken neu denken“ lesen.
In ihrem Werk thematisiert Siegert die Notwendigkeit einer veränderten Erinnerungskultur. In dem Verlagstext heißt es: „Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern.“
Das Buch behandelt weniger bekannte NS-Verbrechen und Orte sowie bislang vernachlässigte Opfergruppen. Zugleich betont Siegert, wie wichtig eine aktivere und vielfältigere Gedenkkultur ist, um zukünftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.
Siegert setzt sich auch auf sozialen Medien wie TikTok und Instagram mit dem Holocaust auseinander. Für ihre engagierte Arbeit wurde sie 2024 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet und erhielt 2025 den Margot Friedländer Preis.
Die Lesung findet um 18 Uhr im Kulturbundsaal, Brühl 2, statt. Der Eintritt ist frei, jedoch wird um eine Voranmeldung gebeten. Diese kann telefonisch unter 03447 315058, per E-Mail an bibliothek@stadt-altenburg.de oder persönlich in der Altenburger Stadtbibliothek erfolgen.
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