Unter dem Titel „Blick über den Tellerrand“ widmet sich Kunsthistoriker Dr. Marcus Pilz in einem Vortrag am Mittwoch, 26. August 2026, um 19 Uhr den Folgen des Teilungsvertrages von 1826 für Coburg und Gotha. Die Veranstaltung findet im Bachsaal des Residenzschlosses Altenburg statt und ist Teil der aktuellen Ausstellung „Koffer, Kutschen und Kartons – 200 Jahre Ankommen in Altenburg“.
Für Altenburg bedeutete das Jahr 1826 den Wiederaufstieg zur dauerhaften Residenz des neu begründeten Herzogtums Sachsen-Altenburg. Coburg und Gotha wurden dagegen in einem Doppelherzogtum unter der Regierung Herzog Ernsts I. miteinander verbunden. Dadurch entstand für den Coburger Herzog die Aufgabe, beiden Residenzstädten gerecht zu werden. In den folgenden Jahren entwickelten sich dabei an beiden Orten unterschiedliche Schwerpunkte fürstlicher Repräsentationsmodelle.
Die Neuordnung führte zudem zu einem Austausch von Sammlungsstücken zwischen den Residenzen: Aus Schloss Friedenstein gelangte dabei unter anderem die bedeutende Jagdwaffensammlung der Herzöge von Sachsen-Gotha-Altenburg nach Coburg – aber auch aus dem Altenburger Schloss. Heute gehören einige der Altenburger Jagdwaffen zu den herausragenden Exponaten der Kunstsammlungen der Veste Coburg.
Dr. Marcus Pilz studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 2017 promovierte. Nach einem Stipendium am Metropolitan Museum of Art folgte ein Volontariat am Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Seit 2020 ist er Kurator an den Kunstsammlungen der Veste Coburg und hat zu verschiedenen Themen der angewandten Kunst sowie zur Sammlungsgeschichte publiziert.
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