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DIE LINKE Meinung zu großflächigen Solarparks auf Ackerböden im Altenburger Land | Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Altenburg

Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Altenburg (Foto: DIE LINKE Altenburg)

DIE LINKE Meinung zu großflächigen Solarparks auf Ackerböden im Altenburger Land

Politik Pressemitteilungen
25.09.2023, 10:26 Uhr
Von: Jörg Jablonowski, DIE LINKE im Stadtrat Altenburg
Zur derzeitigen Diskussion über großflächige Solarparks auf Ackerböden im Altenburger Land hat unsere Fraktion eine klare Meinung:

Ein unmissverständliches JA zu viel mehr Photovoltaik- und Solaranlagen!

Wir werden eine Energiewende und eine möglichst autarke Energieversorgung ohne die kostenlose Kraft der Sonne nicht hinbekommen. Diese muss nur genutzt werden! Schaut man auf das Luftbild der Stadt, frag man sich jedoch, weshalb so viele Dachflächen noch ungenutzt sind. Auch die Stadt geht hier mit keinem guten Beispiel voran. Auf städtischen Gebäuden sucht man solche Anlagen meist vergebens, obwohl diese in der Regel tagsüber Strom benötigen! Warum sind Werkhallen, überdachte Parkplätze, Industriebrachen oder auch geeignete Fassaden nicht schon voller solcher Anlagen? Das Potential ist riesig!

Das Flächenpotential von Ackerflächen hingehend ist nun mal beschränkt und wird weiterhin täglich durch neue Baumaßnahmen reduziert. Wir leben auch in einer Krise der Lebensmittel. Der billigste Strom nützt nix, wenn man sich das Brot nicht mehr leisten kann. Man muss doch nur 1 + 1 zusammenzählen: je weniger Ackerflächen vorhanden sind, umso weniger Bauern haben eine wirtschaftliche Grundlage und umso teurer werden die landwirtschaftlichen Produkte. Ganz abgesehen davon, dass wir unsere Landschaft massiv verändern würden und wir auch den dort lebenden Tieren ihre Lebensgrundlage durch Zäune weiter begrenzen.

Es wirkt daher geradezu absurd, wenn die beinah besten Ackerböden in Deutschland - wie wir sie nun mal um Altenburg haben - für den schnöden Mammon der meist ganz woanders wohnenden Flächeneigentümer, aufgeopfert werden. Natürlich haben auch die Eigentümer der Äcker ein Recht zum Geld verdienen, aber sie sind Eigentümer von landwirtschaftlichen Flächen und nichts anderes. Eigentum verpflichtet!

Daher ein klares NEIN zu den derzeit geplanten Solarparks auf Ackerflächen!

Wir brauchen schleunigst ein grundsätzliches Konzept oder Kriterienkatalog, wie wir generell mit dieser Problematik im Stadtgebiet umgehen. Hier sind andere Städte weiter und genehmigen beispielsweise keine Solaranlagen auf Ackerböden mit einer Bodenwertzahl von über 50. Selbst der Kreisbauernverband bereitet konkrete Vorschläge vor – welche Flächen für solche Anlagen geeignet sind ohne wertvolle Ackerböden zu vernichten. Dies ist nur zu unterstützen.     

Auch sollten wir dringend darüber nachdenken, ob der aktuelle Flächennutzungsplan von 2006 mit seinen vielen Änderungen noch als Handlungsgrundlage für die städtische Entwicklung taugt oder doch neu geschrieben und der Entwicklung angepasst werden muss.

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