Die Grüne Jugend Thüringen kritisiert, dass junge Menschen und wichtige gesellschaftliche Gruppen in der Zukunftskommission des Landes kaum vertreten seien. Anlass ist das erste Treffen des Gremiums.
Luisa Zinke, Sprecherin der Grünen Jugend Thüringen, bezeichnete die Kommission als „schlechten Witz“. Eine Woche nachdem in Erfurt Tausende Jugendliche demonstriert hätten, um von der Politik ernst genommen zu werden, starte Ministerpräsident Mario Voigt eine Kommission, in der die Jugend „fast gar nicht vorkommt“, sagte sie.
Zinke bemängelte, dass weder der Landesjugendring noch die Landesschüler*innenvertretung einen Sitz hätten. Der Aufruf der Staatskanzlei, ihr über Instagram Nachrichten zu schicken, vermittle aus ihrer Sicht ein vereinfachendes Bild junger Menschen. „Wieder einmal wird hier über uns, statt mit uns geredet!“, erklärte sie.
Auch Gregor Hollmann, Sprecher der Grünen Jugend Thüringen, kritisierte die Zusammensetzung des Gremiums. Wirtschaft werde ohne Arbeiter*innen diskutiert, das Handwerk sei gar nicht vertreten. Zudem fehlten angesichts der Klima- und Artenkrise Stimmen aus Natur- und Umweltschutz. Wenn die Kommission Ergebnisse liefern wolle, müssten weitere oder andere Menschen beteiligt werden, so Hollmann.
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