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Klinikum 5

Am 17. Juni findet der Tag der Intensivmedizin statt

Pressemitteilungen Gesundheit
14.06.2023, 12:09 Uhr
Von: Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) / Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA)
„Zurück ins Leben“: Nach der Corona-Pandemie stellt der „Tag der Intensivmedizin“ die Arbeit auf den Intensivstationen in den Mittelpunkt

Zweieinhalb Jahre lang stand die Arbeit auf den Intensivstationen der Krankenhäuser durch die große Anzahl schwer erkrankter Corona-Patientinnen und Patienten im Fokus. Inzwischen ist es deutlich ruhiger geworden, was die mediale Aufmerksamkeit angeht. Dennoch leisten Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger hier weiterhin täglich Herausragendes, um Leben zu retten. Der Tag der Intensivmedizin, der in diesem Jahr am 17. Juni begangen wird, soll ihre Arbeit würdigen – und durch Aufklärung Patienten und Patientinnen wie Angehörigen die Angst vor der Intensivstation nehmen.

Was viele nicht wissen: Oftmals sind es Ärztinnen und Ärzte für Anästhesiologie, die auf den Intensivstationen arbeiten, denn die Intensivmedizin ist ein zentrales Element ihrer Facharztausbildung. Um ihre Arbeit, aber auch die aller anderen Kolleginnen und Kollegen auf den Intensivstationen, in den Mittelpunkt zu stellen, haben die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA) 2017 den Tag der Intensivmedizin initiiert.

Unter der Überschrift „Zurück ins Leben“ soll gezeigt werden, was Intensivmedizin ausmacht: Ärztliches und pflegerisches Handeln in einem hochtechnisierten Umfeld, das den Menschen in den Fokus rückt. So soll auch der Titel des Thementages deutlich machen, was in den Bemühungen von Ärzte- und Pflegeteams steht: Schwerkranken Patientinnen und Patienten den Weg zurück ins Leben zu ermöglichen.

Deutsche Intensivstationen international sehr gut aufgestellt

„Intensivstation assoziieren die meisten mit Lebensgefahr“, meint Prof. Dr. Benedikt Pannen, Präsident der DGAI und Direktor der Klinik für Anästhesiologie an der Universitätsklinik Düsseldorf. Und natürlich sei das in vielen Fällen nicht von der Hand zu weisen. Doch gebe es keine andere Station in Krankenhäusern, in der die Behandlungsmöglichkeiten so umfassend, die Betreuung so engmaschig, der Kontakt so direkt und die Überwachung so durchgehend sei. „In Teams sind Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger ganz nah dran an ihren Patienten und kümmern sich höchst individuell darum, dass es ihnen schnell wieder besser geht.“ Diese Möglichkeiten zu haben, zeige auch, dass deutsche Intensivstationen im internationalen Vergleich sehr gut aufgestellt seien, sagt Pannen.

Dennoch sei es eine der Herausforderungen für die Zukunft, diesen hohen Standard zu halten – sowohl, was die finanzielle wie technische Ausstattung angeht, als auch, was die personellen Ressourcen betrifft.

Telemedizin und künstliche Intelligenz weiterdenken

Neue innovative Erkenntnisse im Bereich der Telemedizin und künstliche Intelligenz müssen schnell in die Fläche ausgerollt werden und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen, fordert Prof. Dr. Gernot Marx, der 2025 die Präsidentschaft der DGAI übernehmen wird und Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care an der Uniklinik RWTH Aachen ist. „Wissenschaftliche Studien belegen, dass mit diesen modernen Methoden die Qualität verbessert werden kann und sogar lebensbedrohliche Krankheiten wie Lungenversagen oder Blutvergiftung viele Stunden früher vorhersagbar sind. Dadurch kann eine Behandlung schneller und präziser begonnen werden und wir können so noch mehr Patienten zurück ins Leben bringen. “

BDA-Präsidentin Prof. Dr. Grietje Beck hält außerdem fest: „Die Pandemie mit ihrer Mehrbelastung ging nicht spurlos an Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften vorüber.“  Beck ist Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am Universitätsklinikum Mannheim und weiß: „Trotz Abebben der Pandemie gab es keine Zeit zum Entspannen, denn sofort wurden die freiwerdenden Kapazitäten mit anderen schwerkranken Patienten mit und ohne operativen Eingriff wieder gefüllt.“ Mit speziellen Resilienzprogrammen müsse daher dafür gesorgt werden, dass Kolleginnen und Kollegen in diesem anspruchsvollen Berufsumfeld mehr Stärkung und Stütze angeboten wird.

So herausfordernd die Corona-Pandemie für alle Beteiligten auf den Intensivstationen auch war, sie habe dazu beigetragen, dass die Menschen eine Ahnung davon bekommen haben, wie fordernd und umfassend die Intensivmedizin ist – und was sie erreichen kann: Schwerkranken zu helfen.

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