Sogenannte Warnmittel haben heute in Thüringen einen Großteil der Bevölkerung erreicht. Alle Landkreise und kreisfreien Städte haben in verschiedener Form beim „Warntag“ mitgemacht. Insgesamt lösten die unteren Katastrophenschutzbehörden zwischen 11 Uhr und 11.45 Uhr 1211 Sirenen aus. 475 davon sind digitale Sirenen, die auch automatisch wieder entwarnt haben. Innenminister Maier: „Wir können konstatieren: Der Warnmittelmix funktioniert im Freistaat. Es geht nicht überall alles, doch wir können davon ausgehen, dass die meisten Thüringerinnen und Thüringer heute etwas vom ´Warntag` mitbekommen haben. Und das war neben dem Funktionstest unser Ansinnen, die Bevölkerung für den Fall der Fälle zu sensibilisieren.“
Alle, die Warn-Apps wie „NINA“ oder „Katwarn“ auf ihren Smartphones installiert haben, erhielten auch eine Warnung. In Jena und Erfurt gab es Lautsprecherdurchsagen zu hören. Digitale Stadtinformationstafeln veröffentlichten Warnhinweise, wobei diese zum Teil nicht funktionierten. Die Anzeige blieb dann schwarz. In Erfurt gab es aber auf drei Tafeln eine Warnung und anschließend auch eine Entwarnung zu lesen. Ebenso haben die Infotafeln am Weimarer Hauptbahnhof gut funktioniert.
Das in diesem Jahr neu hinzugekommene Warnsystem „Automatic Safety Alert“, kurz ASA, wurde auf neuen DAB+-Radios erfolgreich angesteuert, jedoch war die Funktion nicht überall in Thüringen gegeben. Medienpartner wie Antenne Thüringen unterstützten mit Warndurchsagen. Und mit dem Mobilfunk-Warnservice „Cell Broadcast“, dessen Empfangsquote 2024 laut BBK bundesweit bei über 73 Prozent lag, wurden die meisten modernen Smartphons erreicht. Vielerorts, wie im Thüringer Landtag oder in den Einkaufsmeilen der Städte schrillten um Punkt 11 Uhr die Smartphones, die eingeschaltet und nicht im Flugmodus waren. Wie hoch die Empfangsquote genau war, wird das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Nachgang ermitteln.
Die Fachleute des Thüringer Innenministeriums waren heute in Schaltkonferenzen mit den Landkreisen und den kreisfreien Städten sowie dem BBK. Probleme, die aufgetreten sind, werden in den nächsten Tagen gemeinsam mit dem Bundesamt ausgewertet. Bisher ist die Resonanz der Partner grundsätzlich positiv, kann der „Warntag 2025“ im Freistaat somit als Erfolg bezeichnet werden. Weitere Gespräche mit externen Partnern zum weiteren Ausbau der Warnmittel in Thüringen sind bereits vereinbart.
Um Schwachstellen aufzudecken und weiße Flecken zu ermitteln, in denen keines oder nur ein einziges der Warnmittel angeschlagen hat, bittet das BBK nun die Bevölkerung in Deutschland um eine Rückmeldung, ob im jeweiligen Umfeld die Warnungen funktioniert haben oder nicht. Dafür wurde im Internet eine Umfrage-Website freigeschaltet: https://www.warntag-umfrage.de/ankuendigung.
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