Herzogenaurach / Greiz. Beim 61. Bundeswettbewerb Jugend forscht (28.–31. Mai 2026) in Herzogenaurach sicherte sich Ben Waldmann vom Ulf‑Merbold‑Gymnasium Greiz den 1. Preis im Fachgebiet Physik und damit den Bundessieg. Das Bundesfinale, ausgerichtet gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht und der Schaeffler AG, zeigte 159 Nachwuchsforschende mit 116 Projekten; Thüringen war mit sieben Projekten und acht Teilnehmenden vertreten.
Preisgekröntes Projekt „HaloGenesis“ Mit seinem Projekt „HaloGenesis“ untersuchte Waldmann die potenzielle Rolle sogenannter Axion‑Sterne bei der Entstehung der ersten Sterne im Universum. Mithilfe selbst entwickelter Simulationen analysierte er, wie solche theoretischen Strukturen die Gasverdichtung beeinflussen könnten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Axion‑Sterne die Bildung der ersten Sterne früher begünstigt haben könnten als bisher angenommen. Für diese Arbeit erhielt er nicht nur den 1. Preis im Fachgebiet Physik, sondern auch den „Preis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Physik zur Quantenverschränkung“ sowie eine Einladung zu einem Forschungsaufenthalt am CERN in der Schweiz.
Weiterer Erfolg: „SORS“ Mit seinem zweiten Projekt „SORS“ entwickelte Waldmann eine Software zur Optimierung von Kleinwindanlagen, bei der sich der Rotorblattwinkel automatisch an wechselnde Windbedingungen anpasst. Testläufe zeigten eine Steigerung der Stromausbeute um etwa 18 Prozent; hierfür erhielt er einen weiteren Sonderpreis.
Weg zum Finale Ben Waldmann hatte sich bereits beim Regionalwettbewerb Ostthüringen mit drei Projekten präsentiert und qualifizierte sich mit allen Arbeiten für den Landeswettbewerb; dort zog er mit zwei Projekten ins Bundesfinale ein. Sein Bundessieg macht ihn zu einem der erfolgreichsten Nachwuchsforschenden Deutschlands und unterstreicht die Stärke naturwissenschaftlicher Bildung in Thüringen.
Glückwünsche und Dank Herzliche Glückwünsche gehen an Ben Waldmann. Ebenfalls gewürdigt werden die weiteren Thüringer Teilnehmenden: Magdalena Felber, Elina Grüning, Lara Ostrowski, Kim Dufft, Annabell Nonnenmacher, Linda Möckel und Janina Leistritz, die das Bundesfinale mit Engagement und Innovationsgeist vertraten.
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